Zum 80. Geburtstag von Michael Haneke:

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Michael Haneke zählt zu den bekanntesten und definitiv zu den meist diskutierten Regisseuren Österreichs. Mit seinem Film „Die Klavierspielerin“ adaptierte er den berüchtigten, gleichnamigen Roman Elfriede Jelineks und wagt sich so an keine leichte Aufgabe heran, meistert die Visualisierung und Inszenierung der seelischen Abgründe einer gestrengen Klavierlehrerin jedoch hervorragend. Im Rahmen der Filmfestspiele in Cannes 2001 dreifach preisgekrönt, wurde die französisch-österreichische Koproduktion weltberühmt.

von Elli Leeb

Erika Kohut (Isabelle Huppert) befindet sich in ihren Vierzigern, gibt sich äußerst diszipliniert und mitten im Leben stehend, lebt allerdings immer noch bei ihr dominanten Mutter (Annie Girardot) und schläft gar mit ihr im selben Ehebett. Ihren großen Karrieredurchbruch hat sie nie vollziehen können, stattdessen ist sie als Klavierlehrerin am Wiener Konservatorium tätig und lässt ihren Frust an ihren SchülerInnen in Form von enormem Leistungsdruck aus. Die wahren (Ab)Gründe dahinter offenbaren sich jedoch schon bald: Ihre Sexualität hat sie nie so richtig ausleben können…

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