„Kund Fu Panda 4“ startet am 14.3.2024 in unseren Kinos.

Kritik von Lena Wasserburger

Acht Jahre sind seit dem dritten Teil der „Kung Fu Panda“-Reihe vergangen. Zur Auffrischung: Im letzten Film wurde Po nicht nur mit seinem biologischen Pandavater Li wiedervereint, sondern musste sich auch gegen einen gefährlichen Bösewicht, den mächtigen Kai, behaupten und nebenbei auch noch beweisen, dass er das Zeug zum Kung Fu Meister hat – eine Aufgabe, die ihm alles andere als leicht fällt. Nach einer langen Pause holt DreamWorks das Franchise nun aus der verstaubten Schrankecke und schickt Po auf ein neues Abenteuer, das all die, die davor kamen, sogar noch übertreffen soll.

Mit „Kung Fu Panda“ hat DreamWorks eine beliebte Filmreihe kreiert, die, und das ist es, was so viele andere Filme aus demselben Haus so unterhaltsam macht, sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene geeignet ist. Eine durchaus sinnvolle Strategie, bedenkt man, wann der erste Film in die Kinos kam (2008). Ein signifikanter Teil des Publikums von damals ist mit der Reihe aufgewachsen und kehrt nun, 16 Jahre später, in die Welt von Po und seinen Freunden zurück. Hat das Franchise in der Zwischenzeit etwas von seinem Charme eingebüßt? Teilweise, muss man sagen.

In „Kung Fu Panda 4“ soll Po in der Welt des Kung Fu weiter aufsteigen und die Rolle des „Spirituellen Führers“ übernehmen, ein Job, den zuvor der legendäre Schildkrötenmeister Oogway innehatte. Für Po heißt das einerseits, dass er mehr Verantwortung übernehmen, ja weise werden muss – etwas, dass ihm so gar nicht schmeckt. Anderseits und zu seinem Überdruss muss er dann auch noch einen Nachfolger, einen neuen Drachenkrieger ernennen.

Doch Po ist alles andere als bereit, seinen Titel abzugeben, besonders als beunruhigende Nachrichten die Runde machen. Pos ehemaliger Erzfeind Tai Lung soll zurückgekehrt sein? Nein, da steckt eine neue Schurkin dahinter – das gefürchtete Chamäleon. Um die neue Widersacherin aufzuhalten, macht sich Po, zusammen mit der talentierten Diebin Zhen, auf den Weg nach Juniper City, eine Großstadt, in der das Chamäleon regiert und Schurken an jeder Ecke lauern.

Wenn es etwas gibt, das die „“Kung Fu Panda“ Reihe konsistent gut umsetzt, dann wohl das Worldbuilding. Mit jedem einzelnen Film wurde die Welt von Po etwas bunter und größer und fühlte sich doch immer noch wie ein stimmiges großes Ganzes an. So auch in diesem Film. Die einzelnen Charaktere wurden mit viel Liebe inszeniert und gerade die neuen Settings gekonnt in Szene gesetzt. Es ist noch immer der Kung Fu Panda-Stil, auch acht Jahre später. Und doch kommt man nicht umhin, eine gewisse Müdigkeit zu bemerken, die allmählich das Franchise erfasst. „Kung Fu Panda 4“ beinhaltet nach wie vor all jene Elemente, die die Reihe so beliebt gemacht haben. (Mit der kleinen Ausnahme, dass die Furiosen Fünf in diesem Film nicht mehr als eine stille, dialoglose Cameo am Schluss erhalten und sonst keine Rolle spielen.) Doch vielleicht ist es langsam etwas zu viel des Guten.

Kung Fu Panda 4 2

Der Humor in „Kung Fu Panda 4“ landet meistens und der Unterhaltungswert liegt vor allem in den stark inszenierten Action- beziehungsweise Kung Fu – Szenen, doch insgesamt ruht man sich zu sehr auf den Erfolgen der vergangenen Filme und der Nostalgie aus. Die – Spoiler! – Schurken der letzten Teile noch einmal zurückzuholen war im Kontext der Handlung ein kreativer Einfall, der aber letztendlich die tatsächliche Antagonistin des Films, das Chamäleon, überschattet.

Mit Zhen wurde der Reihe ein spannender Charakter hinzugefügt und das Hin und Her zwischen Po und der Füchsin ist definitiv einer der besten Aspekte des Films. Da ist es fast ein bisschen schade, dass die Figur (im Englischen gesprochen von Awkwafina) erst in diesem Teil ihren ersten Auftritt hat. Denn obwohl damit zu rechnen ist, dass wir Po und seine Freunde wiedersehen werden, das Franchise könnte in Zukunft Gefahr laufen, zu repetitiv zu werden. Und es wäre ein Jammer, wenn es so in Erinnerung bliebe.

Fazit

Solide, unterhaltsam, aber leider ein bisschen müde: „Kung Fu Panda 4“ schließt qualitativ an seine Vorgänger an, verliert aber an Fahrt, was sicher auch der langen Pause seit dem letzten Teil geschuldet ist.

Wertung

Bewertung: 6 von 10.

(61/100)

Kung Fu Panda 4
USA, 2024, Animation, 94 min.
Regie: Mike Mitchell
mit: Awkwafina, Jack Black, Bryan Cranston u.a. (Stimmen)
ab 14.3.2024 im Kino

Bilder: (c)  2024 DreamWorks Animation L.L.C