von Christian Klosz
Der viel zu früh verstorbene Action-Virtuose Tony Scott meinte einst über den Unterschied zwischen den Filmen seines Bruder Ridley und seinen eigenen: “Ridley makes films for posterity. My films are more Rock´n´Roll“. Sein Film “Crimson Tide”, unbestreitbar ein Höhepunkt seines visuell virtuosen Actionkinos, kann aber durchaus auch als “Film für die Ewigkeit” herhalten.
„Crimson Tide“ ist ein imposanter Blockbuster und mit Denzel Washington und Gene Hackman sind auch zwei ausgezeichnete Schauspieler an Bord, die hier am Zenit ihres Könnens agieren. Zudem ist der Film ein vor allem visuell beeindruckendes Meisterwerk. Hervorstechend abermals der Stil: Rauch, schiefe Kameraeinstellungen, Blau-Rot-Farbtöne, etc. kommen perfekt zum Einsatz, um die gewünschte Wirkung zu entfalten.
In einer der stärksten Szenen gipfelt „Crimson Tide“ in einem Schauspiel – Duell der Extraklasse zwischen Washington und Hackman, bei dem einem der Atem stockt. Das ist ganz großes Kino.
Warum „Crimson Tide“ bei uns nicht bekannter ist, und Scott vor Allem für andere Produktionen gefeiert wurde, ist schwer nachvollziehbar. Vielleicht hat es damit zu tun, dass andere, erfolgreichere U-Boot-Filme diesem hier den Weg zu einem größeren Publikum verstellten. Nichtsdestotrotz: Unheimlich packendes Schauspiel, großer Stil, Spannung pur, virtuose Regie: „Crimson Tide“ ist ein Beispiel für perfekte Kino-Unterhaltung.

