Der Netflix-Film „Unbekannte Nummer: Der Highschool Catfish“ hat seit seiner Veröffentlichung am 29. August 2025 für einiges Aufsehen gesorgt, aktuell liegt er immer noch auf Platz 2 der Netflix-Charts. Als True-Crime-Dokumentation taucht er in einen unglaublichen, realen Fall von Cybermobbing ein, bei dem einem selbst als Zuschauer Hören und Sehen vergeht.
Mit einer Mischung aus Interviews, rekonstruierten Szenen und investigativen Elementen hält der Film die Zuschauer in Atem, um auf einen kolossalen, unerwarteten Twist hinzuarbeiten. Fans von Netflix-Serien wie „Don’t F**k with Cats“ oder „The Tinder Swindler“ kommen auch hier auf ihre Kosten. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf den realen Hintergrund der irren Geschichte des „Highschool-Catsfish“, ohne Spoiler zur Auflösung zu verraten – wer hinter den mysteriösen Nachrichten steckt, bleibt ein Geheimnis, das der Film selbst enthüllt.
Der reale Fall des „Highschool-Catfish“: Eine verworrene Geschichte von Cyber-Bullying
„Unbekannte Nummer: Der Highschool Catfish“ basiert auf einem wahren Vorfall aus den USA, der sich zwischen 2020 und 2022 hinzog und eine Kleinstadt in Michigan erschütterte. Alles beginnt mit zwei Highschool-Schülern: der 16-jährigen Lauryn Licari und ihrem Freund Owen McKenny. Die beiden sind ein typisches Teenie-Paar – verliebt, unbeschwert und voller Pläne für die Zukunft. Doch eines Tages erhalten sie anonyme Textnachrichten von einer unbekannten Nummer.
Zunächst scheinen die Botschaften harmlos, aber schnell werden sie aggressiv, verletzend und vulgär. Die Nachrichten greifen das Aussehen, das Verhalten und die Beziehung der Jugendlichen an, mit detaillierten Kenntnissen über ihr Privatleben, die auf eine enge Verbindung zum Absender hindeuten.
Der reale Fall, der in „Unbekannte Nummer: Der Highschool Catfish“ detailliert nachgezeichnet wird, eskaliert rasch. Die Belästigung nimmt obsessive Züge an: Hunderte von Nachrichten pro Tag, Drohungen und Manipulationen, die das Paar auseinandertreiben. Lauryn und Owen leiden unter Schlafstörungen, Angstattacken und sozialer Isolation. Schließlich kommt es sogar zu Gewaltandrohungen und dem Hinweis, dass der/die Verrückte hinter den Messages Lauryn und Owen in den Suizid treiben wollen.
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Die Polizei wird eingeschaltet, doch die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Die Nachrichten kommen über Apps wie Kik oder TextNow, die die Anonymität gewährleisten. Schließlich wird sogar das FBI eingeschaltet. Ist es ein eifersüchtiger Mitschüler? Ein Stalker aus dem Internet? Oder etwas völlig Unerwartetes?

„Unbekannte Nummer: Der Highschool Catfish“: Ein Rätsel mit Mega-Twist
„Unbekannte Nummer: Der Highschool Catfish“ erzählt die Geschichte chronologisch. Lauryn und Owen schildern ihre Emotionen: Die anfängliche Verwirrung wandelt sich in Paranoia, als die Nachrichten immer persönlicher werden. Details aus ihrem Alltag – wie Schulfotos, Partys oder Streitigkeiten – tauchen in den Botschaften auf, was den Verdacht auf einen Insider lenkt.
Der Film zeigt, wie die Belästigung nicht nur das Paar, sondern auch ihre Familien und Freunde belastet. Polizeiberichte und Chat-Protokolle werden präsentiert, um die Intensität der Attacken zu verdeutlichen. Besonders erhellend ist, wie der Film die psychologischen Mechanismen des Catfishing erklärt: Der Täter baut eine falsche Identität auf, manipuliert Emotionen und schürt Misstrauen. Die Zuschauer werde zum Miträtseln motiviert – auch wenn wohl niemand mit DIESER Auflösung rechnen konnte. (ck, red)
Bewertung
(70/100)
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„Unbekannte Nummer: Der Highschool Catfish“ – Trailer
Bild: (c) Netflix © 2025
