Beim Sundance-Festival Anfang 2025 war die A24-Produktion ein Publikumshit, nun ist das Fantasy-Märchen „Die Legende von Ochi“ auch auf HBO Max zu streamen (seit 6.3.2026). Die Verbindung aus bemerkenswerter Ästhetik und liebevoller Story sollte Jung und Alt überzeugen.
Kritik von Christian Klosz
Yuri (Helena Zengel) wächst auf einer Insel im Schwarzen Meer auf, wo neben Bären und Wölfen auch die mysteriösen Fabelwesen der Ochis leben. Die Ochi sind bläuliche Kreaturen, die wie eine Mischung aus Gremlins und Affen aussehen und die sich über Kreischlaute verständigen, die Inselbewohner fürchten sie und meiden ihre Gegenwart.
Yuri entdeckt bei einem Ausflug im Wald einen jungen Ochi, der von seiner Familie getrennt wurde. Sie selbst fühlt sich von ihrem Vater (Willem Dafoe) und Bruder (Finn Wolfhard) oft missverstanden und entfremdet und findet in dem kleinen Wesen einen Freund und Gefährten. Sie möchte ihn zu seiner Familie zurückbringen, doch die anderen Inseleinwohner vermuten, dass Yuri von den Ochi entführt wurde und machen sich ihrerseits auf die Suche nach ihr.

„Die Legende von Ochi“: Liebevolle Mischung aus „ET“, „Gremlins“ und „Herr der Ringe“
„Die Legende von Ochi“ war beim Sundance Filmfestival Anfang 2026 ein Publikumshit und erhielt viel Lob. Das Regiedebüt von Isaiah Saxon glänzt durch sein märchenhaftes Setting, die liebevoll gestalteten Animationen und die von Kreativität strotzende Story, die von Saxon selbst entworfen wurde.
Im seiner Gesamtheit wirkt das Endergebnis wie eine Mischung aus „Gremlins“, „E.T.“ und „Herr der Ringe“, ist bei allen erkennbaren Bezugspunkten und Vorbildern aber völlig eigenständig. „Die Legende von Ochi“ zeigt auch, was mit überschaubaren finanziellen Mitteln möglich ist, wenn Herzblut und Leidenschaft in ein Projekt fließen. Manche Besprechungen betiteln das Werk schon jetzt als künftigen Klassiker, jedenfalls aber ist es eine der positiven Überraschungen des Filmjahres, die für die ganze Familie geeignet ist.
Bewertung
(84/100)
Bild: (c) A24
