Am Freitag, den 30.1.2026 kam „Melania“, das (von ihr selbst produzierte) Doku-Porträt der „Worst Lady“ Melania Trump, weltweit in die Kinos. Der Film wurde von Amazon Prime finanziert, die 40 Millionen dafür zahlten. Zusätzlich sollen laut Quellen 35 Millionen in PR und Marketing geflossen sein. Der Kino-Erfolg hielt sich allerdings in Grenzen. Nun soll Amazon den Flop retten: Ab 9.3.2026 ist „Melania“ auf Prime Video zu sehen.
Niemand will Doku „Melania“ sehen: Der Kino-Flop des Jahres
Mehrere Medien aus Großbritannien berichteten zum Kinostart, dass der Vorverkauf für „Melania“ floppte. Die Ticketverkäufe im Vereinigten Königreich beschrieb Tim Richards, der Vorstandsvorsitzenden der großen Kinokette Vue, als „schleppend“. Für die erste Vorstellung um 15:10 Uhr am Freitag 30.1. in Vues Londoner Flagship-Kino, zugleich die UK-Premiere des Films, wurde vorab gerade einmal ein Ticket verkauft. Für die Vorstellung um 18 Uhr wurden immerhin zwei weitere Tickets verkauft.
Für alle weiteren 28 Vorstellungen in Kinos, darunter die Vue-Filialen in Blackburn, Castleford und Hamilton, waren noch sämtliche Plätze verfügbar.
Richards hatte dem Telegraph außerdem erklärt, Vue habe eine beträchtliche Anzahl von Beschwerden aus der Öffentlichkeit wegen der Entscheidung erhalten, den Film zu zeigen. „Ich habe allen gesagt, dass wir – unabhängig davon, wie wir persönlich zu dem Film stehen – jeden Film prüfen, und wenn er von der BBFC [British Board of Film Classification] freigegeben ist, zeigen wir ihn in 99 Prozent der Fälle“, sagte er.
Die Dokumentation soll einen Blick hinter den Vorhang der privaten Welt von Melania werfen. Als „Fly-on-the-wall“-Porträt dokumentiert der Film die 20 Tage vor der Amtseinführung ihres Mannes im Januar 2025.
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Kaum Ticketverkäufe in Europa & dem Rest der Welt
Auch einige Tage nach dem Kinostart von „Melania“ blieben die Besucherzahlen vorsichtig formuliert ernüchternd: Während das als Doku getarnte Propaganda-Piece in den USA am Startwochenende immerhin 7 Mio. $ einspielen konnte (bei den Gesamtkosten von 75 Mio. immer not katastrophal), will in Europa kaum jemand den Film sehen: In Österreich wurden im selben Zeitraum gerade mal 193 Besucher verzeichnet. Zum Vergleich: Platz 1 belegt „The Housemaid“ mit über 25.000 Besuchern.
In Deutschland sah die Lage – proportional betrachtet – noch schlimmer aus: Nur 767 Zuschauer am Startwochenende! Europa hat die Schnauze voll von Trump und Co. so wirkt es. Dementsprechend fallen auch die Social Media-Kommentare aus, die voller Häme und Belustigung über den „Melania“-Flop sind.
Nun nach gut einem Monat Kino-Run lässt sich bilanzieren: „Melania“ ist ein riesiges Verlustgeschäft. Den 75 Mio. US-Dollar stehen knapp 17 Mio. Dollar Gesamteinnahmen weltweit gegenüber. Davon wurden über 16 Mio. in Nordamerika, in erster Linie in den USA, eingespielt – und dort gab es Berichte, dass Tickets vorab gratis verteilt wurden, etwa an Altenheimbewohner, um die Zahlen zu schönen. Im Rest der Welt brachte es der Film gerade einmal auf etwas über 200.000 Dollar an Einnahmen. Ein selten dagewesener Flop für einen Film mit solch riesigem Budget.
„Melania“ ab 9.3.2026 auf Prime Video
Dass die Veröffentlichung auf Prime Video nun irgendetwas retten kann, davon ist nicht auszugehen, denn das PR-Desaster ist bereits perfekt. Möglich aber natürlich, dass Prime-Abonnenten aus voyeuristischem Interesse (oder Masochismus) einen Blick auf „Melania“ riskieren und der Film so in den Charts nach oben klettert. Zumindest einen Verrückten wird es geben, der das nicht korrekt einzuordnen wissen wird: Melanias Ehemann Donald Trump. (Christian Klosz)
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(Beitrag am 9.3. upgedatet.)

Wenn das nix ist. Hätte eher auf null Tickets gesetzt. 😆