Dass Hollywood wenig Freude mit Donald Trump hat, ist nichts Neues, bereits am Wahlabend gab es deutliche Worte, bei der Amtseinführung legten Stars wie Jamie Lee Curtis oder Mark Hamill mit Kritik am US-Machthaber nach. Die bisher wohl schärfsten Aussagen kamen nun aber von Richard Gere, der dieses Wochenende in Spanien mit dem Goya-Preis geehrt wurde. Der 75-Jährige zog bereits letztes Jahr mit seiner 41-jährigen Frau und den 2 Söhnen nach Madrid.
In seiner Rede am Samstag Abend (Video unten) sagte Gere „I come from America, which is in a very dark place, where a bully and a thug is the president.“ „Bully“ lässt sich mit Mobber oder Tyrann übersetzen, „thug“ wird synonym für Gangster oder Verbrecher verwendet. So klar und direkt war bisher kein US-Star in seiner Kritik an Trump. Gere verwies in seiner Rede auch darauf, dass der wachsende Autoritarismus kein reines US-Phänomen sei: „But it doesn’t just happen in the United States – it’s happening everywhere“. Er warnte zudem vor dem gewachsenen politischen Einfluss von „verantwortungslosen Milliardären“ in den USA, die nun das Land lenken würden – ein klarer Seitenhieb auf Elon Musk.
Richard Gere wurde in Spanien mit einem Ehren-Goya für sein filmisches Werk und sein gesellschaftliches und politisches Engagement ausgezeichnet. Seit Jahrzehnten setzt sich der Schauspieler auch für die Autonomie Tibets ein.
Zu Geres bekanntesten Filmen zählen. „Ein Offizier und ein Gentleman“, „American Gigolo“, „Pretty Woman“ und „Im Zwielicht“, in seiner Karriere wurde er mehrfach für den Golden Globe nominiert und konnte den Preis für „Chicago“ 2005 gewinnen. Derzeit ist er in der packenden Geheimdienst-Serie „The Agency“ auf Paramount+ zu sehen. (ck)
Richard Geres ganze Rede kann man hier sehen (Statement zu Trump ab Min. 5):
Bild: Screenshot Twitter / Noa Gresiva
