Pete Hegseth, US-„Kriegsminister“ und wandelnder Aprilscherz, zitierte bei einem Gottesdienst für einen im Iran gefallenen Soldaten eine fiktive Passage aus „Pulp Fiction“ anstatt der Bibel, und offenbar ohne das zu wissen: Die Worte, die Hegseth sprach, stammen nämlich aus einer bekannten Szene mit Samuel L. Jackson.

Bibel oder Tarantino, wer weiß das schon?

Pete Hegseth hat bei einem Gebet im Pentagon ein Filmzitat als Bibelvers ausgegeben: Wie das Magazin „Vanity Fair“ berichtet, zitierte Hegseth eine Passage aus dem Tarantino-Streifen „Pulp Fiction“. Dies sei während eines Gottesdienstes zu Ehren eines US-amerikanischen Luftwaffe-Piloten in Iran vorgefallen.

Die Worte, die Hegseth zitierte, sind eine stark verfremdete Version von Hesekiel 25:17. Die Filmversion basiert auf einem fiktiven Bibelvers, den Regisseur Quentin Tarantino aus einem japanischen Martial-Arts-Film übernahm.

Wortwörtlich sprach Hegeseth: „Der Weg des abgestürzten Fliegers ist von allen Seiten von den Ungerechtigkeiten der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Menschen gesäumt. Gesegnet sei derjenige, der im Namen der Kameradschaft und der Pflicht die Verlorenen durch das Tal der Finsternis führt, denn er ist wahrhaftig der Hüter seines Bruders und der Finder verlorener Kinder. Und ich werde mit großer Rache und grimmigem Zorn auf diejenigen herabschlagen, die versuchen, meinen Bruder zu fangen und zu vernichten, und ihr werdet wissen, dass mein Rufzeichen Sandy 1 ist (!!??!?), wenn ich meine Rache an euch vollstrecke. Amen.“

Ob und wie alkoholisiert Hegseth bei seiner Predigt war, ist nicht überliefert. Prost und Amen!

(red)

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Titelbild: Pete Hegseth beim 2023 Pastors Summit hosted by Turning Point Faith im Omni Nashville Hotel in Nashville, Tennessee.

(c) Gage Skidmore from Surprise, AZ, United States of America – Pete Hegseth, CC BY-SA 2.0, Link