Christina Applegate steht nach Jahren schwerer gesundheitlicher Probleme wieder vor einem Rätsel: Ihre Multiple-Sklerose-Diagnose soll falsch gewesen sein. Die US-Schauspielerin, weithin bekannt aus „Eine schrecklich nette Familie“ und „Dead to Me“, berichtet weiterhin von massiven körperlichen Einschränkungen. Im Internet wird nun spekuliert, ob Long Covid oder ME/CFS ihre Beschwerden erklären könnten.
Christina Applegate: Keine MS, aber weiterhin schwer krank
Applegate hatte 2021 öffentlich gemacht, dass bei ihr Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert worden sei. Seitdem sprach die Schauspielerin wiederholt über Schmerzen, extreme Erschöpfung und Schwierigkeiten beim Gehen. Zeitweise war sie auf einen Rollstuhl angewiesen.
Im Oktober 2026 erklärte sie in ihrem Podcast „MeSsy“, dass ihre behandelnde Ärztin inzwischen zu dem Schluss gekommen sei, dass sie keine MS habe. Auslöser für die erneute Überprüfung war demnach die Frage, ob ihre bisherige Behandlung tatsächlich notwendig sei. Nachdem die Ärztin die Diagnose genauer untersucht hatte, teilte sie Applegate mit, dass keine Multiple Sklerose vorliege. Die Schauspielerin zeigte sich erschüttert: Ihre Beschwerden seien keineswegs verschwunden. Sie wisse nun wieder nicht, was mit ihr los sei. Weitere Untersuchungen sollen Klarheit bringen.
Long Covid, ME/CFS? Spekulation in Betroffenen-Foren
In sozialen Netzwerken wird nun auch über Long Covid und ME/CFS als mögliche Erklärungen diskutiert. Tatsächlich hatte Applegate bereits 2024 öffentlich über eine schwere COVID-19-Infektion gesprochen, nach der sie länger mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. In ihrem Podcast berichtete sie damals von einer anhaltenden Erkrankung mit einer Brustinfektion und Herzrasen. Kurz darauf erkrankte sie zusätzlich an einem Sapovirus, das heftige Magen-Darm-Beschwerden verursachte.
Long Covid kann unter anderem mit anhaltender Erschöpfung, Kreislaufproblemen und kognitiven Einschränkungen („Brain Fog“) einhergehen. ME/CFS ist eine schwere chronische, körperliche Erkrankung, die häufig durch eine vorangegangene Viren-Infektion ausgelöst wird – in den letzten Jahren besonders häufig durch Covid-19 – und bei der eine Belastungsverschlechterung nach körperlicher oder geistiger Anstrengung typisch ist.
Die Beiträge zum Thema finden sich sowohl auf Netzwerken wir Twitter/X, als auch in Foren auf Reddit. Im Subreddit r/LongCovid wird etwa ausdrücklich gefragt: „Is it possible that Christina Applegate has long COVID?“ Der Verfasser verweist auf ihre korrigierte MS-Diagnose und darauf, dass sie über COVID und Long Covid gesprochen habe. In den Kommentaren schreiben Nutzer unter anderem, Long Covid sei ihr erster Gedanke gewesen; ein anderer vermutet Long Covid zusammen mit weiteren Erkrankungen.
Schon im Juni 2024 diskutierten Nutzer im Subreddit r/covidlonghaulers über Applegates COVID-Erkrankung. Der Beitrag trägt den Titel „Christina Applegate was dealing with Long Covid.“ In den Kommentaren wurden ihre damals berichteten Beschwerden – eine Brustinfektion und Herzrasen – sowie die schwierige Abgrenzung zwischen Long Covid und MS diskutiert.
Christina Applegate spricht offen über ihre Gesundheit
Die Schauspielerin hat ihre gesundheitlichen Probleme in den vergangenen Jahren immer wieder öffentlich thematisiert. Dabei berichtete sie auch über die psychischen Belastungen, die mit dem Verlust körperlicher Selbstständigkeit einhergehen. (red)
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Titelbild: Christina Applegate @ 2014 San Diego Comic Con International, „The Book of Life“, San Diego Convention Center in San Diego, California, July 25, 2014
