Samstag Abend lief auf RTL die große Abschiedssendung von Thomas Gottschalk, der sich nach seiner Krebsdiagnose nun aus der Öffentlichkeit zurückziehen will. Ein letztes Mal trat er in „Denn sie wissen nicht, was passiert“ neben seinen Kollegen Günther Jauch und Barbara Schöneberger auf, verließ die Show aber frühzeitig nach ca. 2 Stunden.
Während der Sendung wurde Gottschalk von Jauch auch zu seinem „Zustand“ bzw. seiner Erkrankung befragt: Es gehe ihm gut und er freue sich nun auf die Rente, so der sichtlich angeschlagene ehemalige „Wetten, dass…?“-Host: „Also ich rede da nicht gerne drüber, weil ich immer der Meinung war, dass das Thema privat und dienstlich auseinandergehalten werden sollte. Und eine Krankheit – gerade eine Krebserkrankung – ist was sehr Privates.“ Über die Krebsart sagte Gottschalk: „Das ist sehr selten und ist sehr gefährlich offensichtlich.“
Thomas Gottschalk leidet an Brain Fog
In dem Gespräch erklärte Gottschalk auch, wie es zu den beiden missglückten Auftritten bei Bambi und Romy kam, die Spekulationen über seinen Gesundheitszustand auslösten – und schließlich das „Krebs-Outing“ bewirkten. Bekannt ist, dass der TV-Entertainer schwere Opiate gegen die Schmerzen nimmt, und die haben offenbar so starke Nebenwirkungen, dass Gottschalk zeitweise „neben sich“ steht.:
„Es gibt diesen sogenannten Brain Fog, den ich habe“, sagte er zu Jauch, der mit fortschreitendem Tag schlimmer werde, am Abend sei es am schlimmsten. „Das Problem ist, dass man dann wirklich neben sich steht und dummes Zeug erzählt.“ Das sei ihm zweimal passiert, so Gottschalk
Was ist „Brain Fog“?
Die unter dem Begriff „Brain Fog“ zusammengefassten Beschwerden können durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst werden: Zu wenig Schlaf, Bewegungsmangel oder zu viel Stress können für den „Nebel im Gehirn“ sorgen. Laut AOK-Website kann Brain Fog aber auch durch Long Covid, Wechseljahre, Diabetes, als Nebenwirkung von Chemotherapien gegen Krebs und anderen medikamentösen Therapien auftreten.
„Durch die Covid-Welle ist das Thema verstärkt ins Blickfeld gerückt – denn Brain Fog kann eines der Symptome von Long Covid sein“, so heißt es auf der Website weiter. Das Phänomen kann es den Betroffenen schwer machen, strukturiert zu denken und zu arbeiten. Medizinisch werden darunter vor allem folgende Symptome zusammengefasst:
- Verwirrtheit
- Vergesslichkeit
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Müdigkeit
- Antriebslosigkeit
- Wortfindungsstörungen
- langsames Denken
(Christian Klosz)
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Bild: RTL/ Julia Feldhagen
