Click-Bait? Nicht unbedingt.

So unterschiedliche Regisseure wie David Cronenberg, Brian de Palma, Paul Verhoeven oder Stanley Kubrick haben vielfältige Versuche unternommen, das Wesen der „menschlichen Sexualität“ auf Leinwand zu bannen. Mal satirisch überzeichnet („Showgirls“), mal abgründig und intellektuell („Crash“), mal hochstilisiert („Eyes Wide Shut“).

Hier ein „Best Of“, die „Top 10 des Erotik-Films“ – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • 10. „Swimming Pool“ – Francois Ozon, 2003

Intelligenter und packender Erotik-Thriller in bester französischer Film-Tradition, gespickt mit wunderbaren Aufnahmen der französischen Landschaft.

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  • 9. „A Dangerous Method“ (Eine gefährliche Begierde) – David Cronenberg, 2011

Eine tiefgründige und intellektuelle Annäherung an das Thema, das vor Allem die pathologischen Seiten der menschlichen Sexualität ins Auge fasst. Zudem ein genialer Exkurs über die Entstehung der Psychoanalyse; gespickt mit hervorragenden Schauspielerleistungen, allen voran Keira Kneightley.

  • 8. „9 1/2 Wochen“ – Adrian Lyne, 1986

Der Film, der Mickey Rourke zum Frauenschwarm und Sex-Symbol machte, und durch allerlei inspirierende Einfälle glänzt, wie Sex kreativ mit anderen „menschlichen Grundbedürfnissen“ (Essen) verbunden werden kann.

  • 7. „Nymphomaniac“ – Lars von Trier, 2013

So schmerzhaft kann Lust sein: Von Triers Opus Magnum fordert dem Zuseher alles ab, und zeigt vor allem die dunklen Seiten menschlichen Begehrens. Während Teil 1 noch ansatzweise „Freude“ bereitet, ist Teil 2 eine wahre Herausforderung. Intaktes Verdauungssystem vorausgesetzt. zur Kritik:  „Nymph()maniac: Volume I”, „Nymph()maniac: Volume II“

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  • 6. „Crash“ – David Cronenberg, 1996

Immer wieder zieht es den kanadischen Auteur zum selben Thema: Hier gewährt uns Cronenberg im wahrsten Sinne des Wortes intime Einblicke in eine fiktive, perverse Subkultur von Menschen, die durch fatale Autounfälle sexuell erregt werden. Sich ineinander schiebende Autos als Metapher für sich ineinander schiebende Körper. Emotional und intellektuell fordernd und stimulierend.

  • 5. „Secretary“ – Steven Shainberg, 2002

Ein großartiger Independent-Streifen, der beweist, dass es auch alternative „Happy Ends“ abseits der öden Hollywood-Konventionen geben kann.

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  • 4. „Showgirls“ – Paul Verhoeven, 1995

Beim Erscheinen verrissen, in den letzten Jahren wird die Meinung zu Verhoevens größtem finanziellen Desaster schrittweise revidiert, und der Film als „Meisterwerk“ bezeichnet. Der satirische Wert von „Showgirls“ wurde lange Zeit verkannt, wobei die Parodie kaum offensichtlicher sein könnte: Es gibt keinen anderen Film der soviel nackte Haut zeigt – und dabei derart un-erotisch ist. zur Kritik: „Showgirls“

  • 3. „Body Double“ – Brian de Palma, 1984

Ein verkannter De Palma-Geniestreich, der diverse Hitchcock-Motive zu einem äußerst unterhaltsamen Trash-Amalgam verschmilzt, das dem Begriff „guilty pleasure“ ganz neue Bedeutung verleiht.

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  • 2. „Basic Instinct“ – Paul Verhoeven, 1992

Der kommerziell erfolgreichste Verhoeven-Film, der nicht nur wegen seiner „Verhör-Szene“ Kultstatus erlangte. Wie immer in seinen Filmen versetzt der Holländer die banalste Genre-Kost mit fiesen dramaturgischen Wendungen und Widerhaken, und führt so die Zuseher nicht nur einmal an der Nase herum.

  • 1. „Eyes Wide Shut“ – Stanley Kubrick, 1999

Der letzte Film von Meister Kubrick: Ein sperriger und hypnotischer filmischer Trip in die Untiefen der menschlichen Seele, eine Odyssee durch die dunkelsten Begierden, und ein pessimistisches Portrait der bürgerlichen Liebe, deren braver Schein als trügerisch entlarvt wird. Basierend auf Schnitzlers „Traumnovelle“, liefern Tom Cruise und Nicole Kidman darstellerische Bravourleistungen ab, während Kubrick seine Charaktere gleich Schachfiguren von einem Abgrund zum nächsten schiebt. Er verstarb kurz nach der Fertigstellung, und hinterließ mit „Eyes Wide Shut“ ein grandioses Abschiedswerk.

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