„The hills have eyes“, Wes Craven, 1977 (Original)

Kluger und in seiner Machart bestechender Horror-Film, der durch minimale Effekte maximale Wirkung erzielt. Wes Craven dreht die Horror-Story, in der eine Gruppe unwissender Kleinstadt-Touristen von einer Horde wilder Aussetziger mitten im Nirgendwo in der Wüste attackiert wird, mit einfachsten Mitteln, der Film besticht durchwegs durch gutes Schauspiel und eine solide Inszenierung. Wohl Geschmackssache, ob man das Remake aus dem Jahr 2006, oder das Original bevorzugt, sehenswert sind beide.

„The Fury“ („Teufelskreis Alpha“), Brian de Palma, 1978

Nach dem Meisterwerk „Carrie“ und der gelungenen Hitchcock-Hommage „Obsession“ lieferte de Palma mit „The Fury“ einen nahezu gleichwertigen Nachfolger, der vor Allem durch hervorragendes Schauspiel und eine legendäre Endszene besticht. In der Hauptrolle Kirk Douglas, der verzweifelt auf der Suche nach seinem Sohn ist, der, ausgestattet mit supernatürlichen Fähigkeiten, ihm von einer perfiden Regierungsorganisation weggenommen wurde.

„Angel Heart“, Alan Parker; 1988

Ein düsterer Trip in die Untiefen und Abgründe der menschlichen Natur. In der Hauptrolle sehen wir einen großartigen Mickey Rourke als Harry Angel, der von einem dubiosen „Lou Cyphre“ (woran erinnert wohl dieser Name?), gespielt von Robert de Niro, beauftragt wird, nach einem gewissen „Johnny Favorite“ zu suchen. Hervorragend inszeniert von Alan Parker, durchsetzt mit abseitigen Symbolismen, zeigt sich gegen Ende, dass hier nichts ist, wie es scheint. Und dass Harry Angel die Ganze Zeit auf der Suche nach sich selbst war. Sehenswerter Psycho-Horror-Thrill.

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Robert de Niro in „Angel Heart“

„The Visit“, M. Night Shymalayan, 2015

Das „Comeback“ des ehemaligen Regie-Wunderkindes (das 2016 mit „Split“ eindrucksvoll bestätigt wurde): Ein kleiner, fieser Horror-Schocker, gedreht mit einfachsten Mitteln und minimalem Budget, dafür mit maximaler Wirkung. Der Film dokumentiert in „Found Footage“-Manier einen fiktiven Besuch zweier Teenager bei ihren Großeltern – der leider ganz anders verläuft, als erwartet. Effektive Inszenierung, kreative Umsetzung, und nichts für schwache Nerven.

„mother!“, Darren Aronofsky, 2017

Unser Film des letzten Jahres: Ein Psycho-Horror-Filmessay, das nicht wenige verstört, verwirrt, und etwas ratlos zurücklässt – was in diesem Fall positiv zu sehen ist. Die Deutungsmöglichkeiten von „mother!“ gehen ins Unendliche. Keine stringente Story, dafür effektvolle Darstellung von menschlichem und unmenschlichem Grauen; surreal, erschreckend, ergreifend. Großartig auch die darstellerische Leistung von Jennifer Lawrence, deren ungläubiger Gesichtsausdruck Bände spricht.

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mehr für Horror/Thriller-Fans:

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