Uma Thurman bricht ihr Schweigen: Nach Monaten von vagen Andeutungen äußerte sich die Actrice am Samstag in einem Interview mit den „New York Times“ erstmal öffentlich zur Affäre rund um Hollywood-Produzent Harvey Weinstein.

Sie beschuldigt ihn, ihr mehrmals zu nahe gekommen zu sein, und wirft ihm außerdem versuchte Vergewaltigung vor. Thurmans Aussage reiht sich ein in eine inzwischen lange Liste von Vorwürfen, denen sich Weinstein gegenüber sieht. An die 100 Frauen werfen ihm inzwischen Vergehen von sexueller Belästigung bis zu sexuellem Missbrauch vor.

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Der Star geht aber noch weiter: Auch Quentin Tarantino, mit dem sie „Kill Bill“ gedreht hatte, wirft sie „Gewalt am Set“ vor – allerdings nicht sexueller Natur, sondern psychischer. Sie berichtet von Erniedrigungen beim Dreh, so soll sie der Regisseur bespuckt und gewürgt haben, was im Film auch zu sehen ist – allerdings von Filmfiguren ausgeführt.

Zudem, so Thurman, habe Tarantino sie gedrängt, einen Stunt beim Dreh selbst auszuführen, was zu einem Unfall führte, bei dem sie sich verletzte. Das Video dazu wurde erst kürzlich veröffentlicht:

Thurman und Tarantino verbindet eine lange Geschichte, sie galt seit „Pulp Fiction“ als seine „Muse“, auch eine Affäre wurde den beiden einst nachgesagt. Thurman verknüpft ihre Aussagen zu Tarantino bewusst nicht mit „#metoo“, gesteht aber ein, durch sein Verhalten enttäuscht gewesen zu sein, sich erniedrigt gefühlt zu haben, und (im Falle des Stunts) Todesängste gehabt zu haben. Nach den Vorkommnissen waren die beiden immer wieder in heftigen Streits aneinandergekracht, wie Thurman weiter erläutert.

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Quentin Tarantino – viele seiner Filme wurden von Weinstein produziert – wollte bisher nicht zu den Vorwürfen Stellung nehmen. Er äußerte sich aber bereits im Zuge der #metoo-Bewegung und des Hollywood-Sexskandals vor einigen Wochen durchaus selbstkritisch: Er habe mehr über Weinsteins Eskapaden gewusst, als ihm lieb war, und er hätte sich früher etwas dagegen unternehmen müssen, wie er anmerkte.

den gesamten Artikel über Uma Thurman gibt es hier zu lesenhttps://www.nytimes.com/2018/02/03/opinion/sunday/this-is-why-uma-thurman-is-angry.html

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