Der Preis der österreichischen Filmkritiker, der „Papierene Gustl“, wurde heute Abend, dem 8.3., zum bereits 15. Mal vergeben.

Zur Wahl standen 477 Filme, die im Kalenderjahr 2017 in den Wiener Kinos gestartet waren, 73 Kritiker stimmten ab, für 158 Filme wurden Bewertungen abgegeben. Wir freuen uns besonders, dass auch wir an dieser Abstimmung teilnehmen durften.

Die Verleihung erfolgte in gewohnt familiärer Atmosphäre. In seiner Rede bot Organisator Herbert Wilfinger einen kurzen Überblick über die Geschichte des Preises, und ging auch auf die Bedeutung solcher Preise und das Spannungsverhältnis zwischen „Publikumsgeschmack“ und „Filmgeschmack“ ein.

Die Sieger wurden in 3 Kategorien gekürt: Bester Dokumentarfilm, Bester österreichischer Film, und Bester Film.

  • Bester Dokumentarfilm:

Hier konnte sich „I am not your negro“ von Raoul Peck gegenüber „Cinema Futures“ (Michael Palm) und „Untitled“ (Michael Glawogger, Monika Willi) durchsetzen.

  • Bester österreichischer Film:

Die österreichischen Filmheroen Michael Haneke („Happy End“) und Josef Hader („Wilde Maus“) zogen gegenüber dem Überraschungshit 2017, „Die beste aller Welten“, den Kürzeren. Das Produktionsteam und Regisseur Adrian Goiginger waren als „Stargäste“ selbst anwesend und nahmen die Preise entgegen. Goiginger plant bereits sein nächstes Projekt, das er in Haneke-Manier aber erst in 4 Jahren fertigstellen will.

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  • Bester Film:

Als beste Filme wurden in der Reihenfolge gekürt:

  1. „Manchester by the Sea“ von Kenneth Lonergan
  2. „Moonlight“ von Barry Jenkins
  3. „The Square“ von Ruben Östlund

Lonergans Drama, für das Hauptdarsteller Casey Affleck letzes Jahr den Oscar erhielt, ist also der Film des Jahres – aus Sicht der österreichischen Filmkritik. Man darf auf das nächste Jahr gespannt sein.

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Bericht von Christian Klosz.

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