Der Klassiker von Tony Scott: Inbegriff des 80s-Cinema und der Film, der aus Tom Cruise endgültig einen Superstar machte: „Top Gun“ aus dem Jahr 1986.

Der Fliegerfilmklassiker aus den 80er-Jahren beeindruckt auch lange nach seinem Erscheinen vor Allem durch style – weniger durch story. Maverick (Tom Cruise), überambitionierter Flieger bei der Marine, möchte der Beste werden – und setzt sich gegen Widerstände und Feinde und mit der Unterstützung von Frau und Mentor gegen alle durch – um am Ende der Beste zu sein: Soweit die „Tom-Cruise-Formel“, wie sie Filmkritiker-Legende Roger Ebert einst zu „Tage des Donners“ (ein anderer Cruise-Film von Tony Scott, allerdings weniger gelungen als „Top Gun“) formulierte, und die in den 80-ern und 90-ern bei vielen Filmen zur Anwendung kam: „Top Gun“, „Die Farbe des Geldes“, „Cocktail“ (eingeschränkt auch bei „Eine Frage der Ehre“) – ein junger Tom Cruise strebt to the top.

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In Szene gesetzt ist das Ganze von Film-Romantiker Tony Scott, der das Ganze gewohnt gekonnt bebildert: 80s-movie-style – glänzende Oberflächen und betörend schöne Bilder – durch und durch, dazu ein großartiger Soundtrack. Teilweise ist das Ergebnis etwas zu kitschig geraten (Tom Cruise reitet auf seiner Maschine zu den Klängen von Berlin´s „Take my breath away“ dem Sonnenuntergang und seiner Geliebten entgegen, um ihr dann im Bett den Atem zu rauben), die Flieger-Szenen sind mitunter etwas zu lange und selbstverliebt inszeniert. Mit Ironie und Augenzwinkern betrachtet ist „Top Gun“ aber dennoch amüsant – und vor Allem unterhaltsam: Ein „guilty pleasure“ im besten Sinne.

Schlussendlich ist „Top Gun“ ein unterhaltsamer Klassiker, ein Stück Kinogeschichte, das vor Allem visuell beeindruckt: eine stilistische Meisterleistung des viel zu früh verstorbenen Tony Scott, die gute Laune macht. Und die Initialzündung für eine der erfolgreichsten Hollywood-Karrieren der letzen Jahrzehnte: Action, Adrenalin und Tom Cruise, ein guter Film braucht manchmal nicht mehr 😉

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