Unglaubliche 40 Jahre ist es her, als „Top Gun“ landete: Am 16. Mai 1986 war der Action-Fliegerfilm erstmals in den US-Kinos zu sehen. Anlass genug für Paramount, den Klassiker gemeinsam mit seinem noch erfolgreicheren Nachfolger „Top Gun: Maverick“ (2022) erneut in die Kinos zu bringen, die aktuell ohnehin wenig Blockbuster-Ware zu bieten haben: Ab 13.5.2026 sind die beiden Filme also für einen begrenzten Zeitraum erneut zu sehen, auch als Doppel-Feature oder im IMAX-Format. Ein Rückblick auf den Film, der wie kaum ein zweiter Inbegriff des 80s-Cinema ist und Tom Cruise endgültig zum Star machte.

Von Christian Klosz

„Top Gun“: Der Inbegriff des 80er-Kinos

Maverick (Tom Cruise), überambitionierter Flieger bei der Marine, möchte der Beste werden – und setzt sich gegen Widerstände, Widersacher und mit der Unterstützung von Frau (hier: Kelly McGillis) und Mentor gegen alle durch, um am Ende der Beste zu sein: Soweit die „Tom-Cruise-Formel“, wie sie Filmkritiker-Legende Roger Ebert einst zu „Tage des Donners“ (ein anderer Cruise-Film von Tony Scott, allerdings weniger gelungen als „Top Gun“) formulierte, und die in den 80-ern und 90-ern bei vielen Filmen zur Anwendung kam. Eben bei „Top Gun“, aber auch bei „Die Farbe des Geldes“, „Cocktail“ und eingeschränkt ebenso bei „Eine Frage der Ehre“. Ein junger, von Hybris getriebener Mann strebt to the top.

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In Szene gesetzt ist das im Falle von „Top Gun“ von Film-Romantiker Tony Scott, der das Ganze gewohnt gekonnt bebildert: 80s-Style durch und durch, glänzende Oberflächen und betörend schöne Bilder, dazu ein großartiger Soundtrack. Auch 40 Jahre später beeindruckt das Werk vor Allem durch Style, weniger durch die kitschtriefende Story, wie das bei „Style over substance“-Filmen nun mal der Fall ist.

Die Handlung ist hier aber ohnehin nur Nebensache: Es geht um Bilder, Atmosphäre und die Wiedergabe eines Lebensgefühls. In einer der ikonischen Top Gun-Szenen reitet Tom Cruise auf seiner Maschine zu den Klängen von Berlin´s „Take my breath away“ dem Sonnenuntergang und seiner Geliebten entgegen, um ihr dann im Bett den Atem zu rauben – einfach herrlich over the top. Mit Ironie und Augenzwinkern betrachtet ist „Top Gun“ aber dennoch amüsant – und vor allem unterhaltsam: Ein „guilty pleasure“ im besten Sinne.

Schlussendlich ist „Top Gun“ ein verdienter Klassiker, ein Stück Kinogeschichte, das visuell auch heute noch beeindruckt: Eine stilistische Meisterleistung des viel zu früh verstorbenen Tony Scott, die gute Laune macht. Und die Initialzündung für eine der erfolgreichsten Hollywood-Karrieren der letzten Jahrzehnte: Action, Adrenalin und Tom Cruise, ein guter Film braucht manchmal nicht mehr.

Bewertung

Bewertung: 8 von 10.

„Top Gun“: Ab 13.5.2026 erneut im Kino zu sehen.

(Upgedatet – Der Artikel erschien erstmals 2018.)

Bild: Paramount