Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

von Laura Rafetseder.

In den 90ern hat kaum jemand die „Anti-Heldin“ so gut verkörpert wie Winona Ryder.

Die weiblichen Nerd-Teenies fühlten sich von ihr, die immer wieder Outsider-Rollen spielte, verstanden.

Sie war schrullig, durchgeknallt – und etwas seltsam. Auf sympathische Art und Weise. So ein bisschen eine Annie Hall der 90er. Gleichzeitig datete sie mit Johnny Depp und diversen Rockmusikern die coolsten Typen der Ära.

Als sie Anfang der 2000er beim „Shopliften“ erwischt wurde, galt sie von Knall auf Fall als Untouchable. Schon davor gab es Berichte über Nervenzusammenbrüche und Depressionen – Makel, die sie aber mit „Girl, Interrupted“ auch künstlerisch umsetzen konnte. Trotz einer öffentlichen Entschuldigung blieben die Rollen in der Folge jedoch aus. Anti-Heldin ist sie dennoch geblieben – sympathisch unperfekt und menschlich. Eben nicht wie ein Star, sondern jemand „wie du und ich“.

In der Netflix Ära ist sie wie viele andere 80er/90er Stars und Starlets…

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