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Es muss nicht immer Marvel sein, Superman, Batman, Deadpool, oder wie sie sonst alle heißen: 2003 erschien mit „American Splendor“ die Verfilmung eines „etwas anderen“ Superheldencomics:


Anfang der 00-er Jahre hatte die „Indie-Kultur“ Hochkonjunktur: Retro-Bands sprossen aus dem Boden, und auch der „Independent-Film“ wurde zur Marke für kreative, kleine Produktionen abseits des Mainstream.

Als „Independent-Tragikkomödie“ lässt sich „American Splendor“ aus dem Jahr 2003 bezeichnen. Das Sujet des Films: Harvey Pekar, Aktenschlichter und Comicautor, der sein vollkommen ereignisloses und deprimierendes Leben in Form von Comics künstlerisch verarbeitet: „Ordinary life is pretty complex stuff“.

Die beiden Regisseure Robert Pulcini und Shari Springer Berman zeigen das Leben eines Outsiders, eines Einzelgängers, der sich jeglichen Kategorisierungen entzieht – und der sich selbst zum Comic-Hero stilisiert.

Alle Versuche des kapitalistischen Systems, den Outsider Pekar zu instrumentalisieren, scheitern: Als er schließlich zu David Letterman ins Fernsehen geladen wird, legt er sich sogar mit diesem an.

„American…

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