Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Michael Moore ist bekannt für seine polemischen filmischen Abrechnungen mit (konservativer) US-Politik: Seine Dokus „Bowling for Columbine“ und „Fahrenheit 9/11“ machten ihn Anfang der 00-er Jahre zum Star der Linken, der sich nicht scheute, die Mächtigen aufs Korn zu nehmen, um aufzurütteln und seine Agenda voranzutreiben. Gleichzeitig wurden ihm – vor allem in Europa – immer wieder unlautere Methoden, ungenaues Arbeiten im Umgang mit Daten und Quellen und Populismus vorgeworfen.

Sein neuer Film, „Fahrenheit 11/9“, ab Mitte Jänner in unseren Kinos, will sich einerseits mit dem ersten Jahr Trump im Weißen Haus befassen, und andererseits mit der Frage, wie es dazu kommen konnte – scheitert aber an der zu bemüht wirkenden Verknüpfung und Verquickung verschiedener Faktoren und filmischer Elemente.

Die erste halbe Stunde des Films bietet noch das, was man sich erwartet: Eine unterhaltsame, teils schmerzhaft-humorvolle „Dokumentation des Grauens“, die in typischer Moore-Collagen-Technik den Aufstieg des Donald Trump (bis zu…

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