Was macht eigentlich ein Genre aus? Zumindest was den Giallo Film betrifft, der zur Zeit im Wiener Filmmuseum vollste Zuwendung erfährt, haben wir uns bereits einer Antwort genähert. Nachdem in Teil 1 die narrativen Konventionen aufgeschlüsselt wurden, sollen nun die stilistischen unter die Lupe genommen werden, schließlich wird der Giallo nicht müde, die Bedeutung der sinnlichen Wahrnehmung bei dieser Filmspielart zu betonen. Den Aufbruch in Moderne wagt der Giallo mit wehenden Bannern, besinnt sich aber gleichzeitig auf die experimentierfreudigen Ursprünge der Filmkunst. Ein offensiver Bruch mit Sehgewohnheiten liefert neue Perspektiven und auch auf dem filmischen Sektor ist die Reanimation der Avantgarde eine Suche nach neuen Techniken, bei der vergangene Überlegungen wiederentdeckt und neue Impulse gesetzt werden.

von Daniel Krunz

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