Zum Kinostart am 4.10.:

Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Mit „Skin“ präsentierte der israelische Regisseur Guy Nattiv sein Langspielfilm-Debüt bei der diesjährigen Berlinale. Der Film basiert auf wahren Begebenheiten und handelt von einem Aussteiger aus der US-amerikanischen Neonazi-Szene, der von seinen ehemaligen Kumpanen verfolgt und bedroht wird, während er ein neues Leben abseits von White Supramacy – Kult mit seiner Ehefrau und deren Kindern beginnen möchte. Thematisch durchaus interessant, kann „Skin“ die hohen Erwartungen nicht wirklich erfüllen, wirkt etwas grobschlächtig und hölzern in seiner Machart und geht psychologisch zu wenig in die Tiefe.

Bryon Widner (Jamie Bell) ist Mitglied einer Neonazi-Gang in den USA (es wird nie wirklich erklärt, wie er dort gelandet ist). Fred und Shareen Krager (Bill Camp & Vera Farmiga) fungieren als Ersatz-Eltern für Bryon und die anderen Gang-Mitglieder, zumeist gewaltbereite Männer jüngeren oder mittleren Alters, als Anführer des Clans. Bryon beginnt schrittweise, an der Richtigkeit der durch abstruse nordische Symbolismen zusammengehaltenen Ideologie zu zweifeln, die…

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