Heute auch bei der Viennale:

Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

„Synonyms“ feierte im Rahmen der diesjährigen Berlinale, die gestern zu Ende ging, seine Weltpremiere und konnte die Jury, für die dieses Jahr Juliette Binoche die Leitung übernommen hatte, überzeugen – und gewann somit den heiß begehrten goldenen Bären. Der israelische Regisseur Nadav Lapid schuf mit dem Film ein höchst skurriles, unbequemes aber auch sehr unterhaltsames Kinoerlebnis.

Obwohl das Wettbewerbsprogramm der 69. Berlinale, die zugleich die letzte Ausgabe unter der Leitung von Festivaldirektor Dieter Kosslick war, auf überwiegend negative Kritik stieß, blieb Nadav Lapids Film von dieser unberührt. Und das zu Recht. Der Film handelt von einem jungen Mann namens Yoav (Tom Mecier), der nach seinem Militärdienst von Tel Aviv nach Paris flieht. Mit all seinem übrig gebliebenen Hab und Gut quartiert er sich in seiner ersten Nacht abseits der verhassten Heimat in eine leerstehende und bitterkalte Altbauwohnung ein.

Während er morgens im Bad onaniert – Szenen wie diese sind keine…

Ursprünglichen Post anzeigen 285 weitere Wörter