Netflix-Abonnenten müssen künftig wieder etwas tiefer in die Tasche greifen: Zwar bleibt der Eintrittspreis für das Basis-Abo bei 7,99 Euro, allerdings umfasst diese Option nur low definition-Qualität. Der Preis für das Standard-Abo hingegen steigt von 11,99 auf 12,99 Euro im Monat. Der Preis fürs Premium-Abo steigt gleich um 2 Euro von 15.99 auf künftig 17,99.

Netflix reagiert damit auch darauf, dass Netflix-Accounts gerne nicht nur innerhalb der Familie, sondern häufig auch unter Freunden und Bekannten geteilt werden. Die neuen Preise gelten für Neukunden ab sofort, bei älteren Kunden werden sie innerhalb der nächsten Monate adaptiert. Die letzte Preiserhöhung in gleichem Umfang hatte Netflix übrigens im April 2019 vorgenommen.

Die Begründung des Streamingriesen für die Preiserhöhung klingt seit Jahren gleich: Der „kontinuierlich steigenden Wert für unsere Nutzer“ und der massiven Ausbau der Investitionen in Inhalte. Allerdings ist gerade im letzten halben Jahr zu beobachten, dass Amazon Prime dem Platzhirsch Netflix immer mehr den Rang abläuft, was die Qualität der Inhalte betrifft. Das gilt nicht nur für Originals, sondern auch und gerade für ältere Filme oder Zweitverwertungen von neueren Werken, während sich Netflix auf kalkulierte Skandale und Skandälchen („365 Days“, „Cuties“) oder billige Reality-Trash-Serien („Too hot to handle“) fokussiert.

Dennoch: Gerade erst hat Netflix angekündigt, in diesem Jahr jede Woche einen neuen Film veröffentlichen zu wollen. Die enorm hohen Investitionen finanziert man bislang trotzdem nur dadurch, dass man regelmäßig neue Milliarden-Schulden aufnimmt. Wie es um die Finanzen des Unternehmens genau bestimmt ist, weiß niemand so wirklich. (red.)