Seit gestern geistern rund 50 Kurzvideos durchs Netz, in denen sich deutsche Schauspieler/innen rund um Jan Josef Liefers, Heike Makatsch oder Wotan Wilke Möhring satirisch mit den aktuellen Corona-Maßnahmen auseinandersetzen und auf die prekäre Lage in ihrer Branche hinweisen: Kinos und Theater sind seit über einem halben Jahr geschlossen, konkrete Öffnungspläne, Perspektiven oder Konzepte seitens der Politik gibt es bisher nicht.

Neben den deutschen Kollegen haben sich auch einige österreichische Filmschaffende an der Aktion beteiligt, etwa Roland Düringer, Nina Proll, Nicholas Ofczarek und Manuel Rubey, deren Statements in den Videos unten angeschaut werden können.

Beachtlich ist, dass seit gestern Abend, als die ersten Videos veröffentlicht wurden, ein Shitstorm in den „Sozialen Medien“ über die Beteiligten hereingebrochen ist, der sie und ihre Kritik in die Nähe von Corona-Leugnern, Querdenkern oder Nazis stellt – oder deren Anliegen überhaupt auf eine Stufe stellt.

Man mag den Ton so mancher Videobotschaft fragwürdig finden, eine Gleichsetzung der vorgebrachten Kritik mit „Corona-Leugnung“, „Rechtsradikalismus“ oder Ähnlichem erscheint dennoch absurd, zumal die politischen Überzeugungen der meisten an der Aktion Beteiligten hinlänglich (als progressiv bis links) bekannt sind. Man könnte den Wirbel nun auch dazu nutzen, über sinnvolle Konzepte und Alternativen zu Dauerlockdowns in der Kunst- und Kulturbranche und darüber hinaus zu diskutieren, will man diese Branchen nicht nachhaltig völlig schädigen. (red.)

Titelbild: Screenshot Youtube

Weiterlesen: Was ist #allesdichtmachen ?