Morgen erstmals auf der Publikums-Ausgabe der Berlinale 2021!

Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Es gibt (noch) nicht viele Filme, die sich trauen, Corona und damit verbundene Maßnahmen in ihren Filmen aufzugreifen und abzubilden: Menschen mit Masken und Abstand sind (zum Glück) bisher ein Anblick, den wir nur aus unser aller Alltag kennen, Filme bieten in diesen Zeiten mehr denn je die Möglichkeit zum Eskapismus in schönere, bessere Gegebenheiten. Oder auch nicht, wie Radu Judes Berlinale-Wettbewerbsbeitrag „Bad luck banging or loony porn“ exerziert, der nicht nur den „neuen Alltag“ mit all seinen Irritationen abbildet, sondern auch eine zerfallende (rumänische) Gesellschaft, die von Egoismus, Heuchelei und jeglicher Art (pseudo-)moralischer Dünkel durchdrungen ist.

von Christian Klosz

Hintergrund für Judes wildes, überdrehtes, experimentelles Exempel ist ein „Skandal“, der ein Bukarester Gymnasium „erschüttert“: Die Geschichtslehrerin Emi (Katia Pascariu) hat Sex mit ihrem Mann, der sie dabei filmt, wohl um etwas „Pepp“ in die Ehe zu bringen (kann man vermuten) – so weit, so gewöhnlich. Das Video findet irgendwie…

Ursprünglichen Post anzeigen 755 weitere Wörter