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Film plus Kritik - Online-Magazin für Film, Kino & TV

Ein weiterer, rezenter Trend in der Filmbranche: Zu Zeiten gut vermarktbarer (pseudo-)feministischer Ansprüche Filmklassiker mit weiblichem Cast remaken, um eine „weibliche“ Sicht einzufangen, und neues, aufgeschlossenes Publikum zu erschließen. „Ocean’s 8“ machte es vor, nun zieht „Glam Girls – Hinreißend verdorben“, ein „weibliches“ Remake vom Remake von „Zwei erfolgreiche Verführer“ (1964), nämlich „Zwei hinreißend verdorbene Schurken“ (1988), nach. Wenn das Ergebnis aber derart plump, banal und ordinär daherkommt, verkommt nicht nur der (vermeintlich) emanzipatorische Ansatz zum reinen PR-Gag, sondern auch der Kinobesuch zur Fremdschäm-Exkursion.

von Christian Klosz

Durch Zufall treffen einander Penny (Rebel Wilson) und Josephine (Anne Hathaway) auf einer Zugreise nach Frankreich. Was die beiden – trotz sehr unterschiedlicher Manieren und Aussehens – vereint: Sie verdienen beide ihr Geld als Trickbetrügerinnen, die gutgläubige und/oder dumme Männer gekonnt hinters Licht führen. Die eine, Josephine, macht das meist über den Einsatz ihrer optischen Reize und ihr elegantes Auftreten, die…

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