American Football, die NFL und insbesondere der Superbowl begeistern hunderte Millionen Menschen weltweit. Inzwischen hat auch Hollywood Lunte gerochen und in den letzten Jahren immer wieder sehenswerte Filme herausgebracht, die direkt oder indirekt von American Football handeln. Unser Überblick präsentiert die besten dieser Filme (+ wo sie zu sehen sind.)

von Christian Klosz

An jedem verdammten Sonntag

von Oliver Stone, 1999, 162 Minuten

Der American Football-Film schlechthin: Stone erzählt hier eine epische Story von gewonnenen und verlorenen Schlachten im „Krieg“ auf und abseits des Football-Feldes und macht das in rasantem, nahezu atemlosen Tempo und mit jeder Menge Drive und Nachdruck. „An jedem verdammten Sonntag“ ist ein gelungener, sehenswerter, aber auch fordernder Film, der ein detailreiches Porträt des „Mikrokosmos NFL“ mit all seinen Licht- und Schattenseiten entwirft, das ebenso authentisch wirkt wie es die Zuschauer fesselt und unterhält. Pflichtfilm für alle NFL-Fans und jene, die es noch werden wollen. -> Ganze Kritik

bei diversen Anbietern als VOD verfügbar

Home Team

von Daniel & Charles Francis Kinnane, 2022, 95 Minuten

Wer es gern etwas mainstreamiger hat, wird an „Home Team“ Gefallen finden können: Der Film erzählt die wahre Geschichte von Coach Sean Payton, der nach dem Superbowl-Gewinn mit seinen New Orleans Saints 2006 im Rahmen des „Bountygate“-Skandals 2012 ein Jahr suspendiert wurde. Den Saints wurde vorgeworfen, „Kopfgelder“ auf die Verletzung gegnerischer Spieler ausgesetzt zu haben, Payton soll davon gewusst haben. Während seines unfreiwilligen „Urlaubs“ reist Payton in seine alte Heimat in Texas, um dort das Highschool-Team seines Sohnes zu coachen. Im Rahmen seiner vorerst nur als „Zeitvertreib“ gedachten Tätigkeit bringt der NFL-Coach nicht nur das dahinsiechende Football-Team zurück auf die Siegerstraße, auch kommen sich die voneinander gleichermaßen entfremdeten Vater und Sohn näher und Payton lernt, dass Gewinnen um jeden Preis nicht alles im Leben ist. Mit King of Queens-Star Kevin James als Sean Payton.

zu sehen bei Netflix

Jerry Maguire

von Cameron Crowe, 1996, 138 Minuten

„Jerry Maguire“ erzählt die Geschichte eines Sportagenten (Tom Cruise), der nach einer schmerzhaften Erkenntnis die Seiten wechselt und eine neue Agentur gründet, in der er sich auf das persönliche Management von wenigen ausgewählten Klienten konzentriert. Cuba Gooding Jr. spielt die Rolle des NFL-Footballspielers Rod Tidwell, der neue Hauptklient von Maguire. Der Film handelt nicht direkt von American Football (auf dem Feld), sondern gibt Einblicke in die Mechanismen in der „zweiten Reihe“ und das Geschäft des Sportmanagements. Die Inszenierung von Regisseur Crowe ist überragend.

Bei Disney+ und bei diversen Anbietern als VOD verfügbar

Draft Day

von Ivan Reitman, 2014, 109 Minuten

Für Sonny Weaver Jr. (Kevin Kostner), den Manager der Cleveland Browns, geht es am Draft Day, dem Tag, an dem die Footballteams ihre Spieler für die kommende Saison erwerben, um alles. Wenn er es nicht schafft, ein erfolgreiches Team zu bilden, das die NFL-Meisterschaft gewinnt, verliert er seinen Job. Trotz seines geschulten Blicks hat er mit einigen Problemen zu kämpfen: so untergraben ehrgeizige Spieler den Teamgeist und die Stadt übt aus Angst um ihr sportliches Ansehen enormen Druck auf ihn aus.

bei diversen Anbietern als VOD

American Underdog

von den Erwin-Brothers, 2021, 112 Minuten

„American Underdog“ erzählt die reale Story eines amerikanischen Everyman – des ehemaligen NFL-Quarterbacks Kurt Warner – der es gegen alle Widerstände doch schafft, seinen NFL-Traum wahr werden zu lassen. Der Film wechselt gekonnt zwischen privaten Familien-Sequenzen mit all ihren kleinen und großen Dramen, Beziehungskonflikten und Warners sportlichem Kampf auf und abseits des Feldes. Alles in allem ein durchaus sehenswertes Biopic, in seiner Machart und Erzählweise beinahe anachronistisch, aber handwerklich ordentlich realisiert. Und vor allem auch sympathisch. Unbedingt empfohlen für American Football-Fans, aber auch für alle anderen einen Blick wert. -> Ganze Kritik

bei Netflix und bei diversen Anbietern als VOD

Zach Levy in „American Underdog“ als Kurt Warner (c) Lionsgate

Brady’s Ladies

von Kyle Marvin, 2023, 98 Minuten

„Brady’s Ladies“ basiert auf einer wahren Geschichte und rekonstruiert einen von Tom Bradys größten Erfolgen, der hier als Produzent fungiert, aber auch selbst im Film auftritt: Die vier pensionierten Freundinnen Lou, Trish, Maura und Betty sind leidenschaftliche Fans von Brady und den New England Patriots. Nachdem sie an einem Gewinnspiel teilnehmen, beschließen die Frauen, zum Super Bowl nach Houston zu reisen, um ihrem Helden Tom Brady zuzusehen. Auf dem abenteuerlichen Weg zum größten Sportereignis der USA richten die vier Rentnerinnen einiges an Chaos an. Eine nette, harmlose, aber kurzweilige Sport-Komödie. -> ganze Kritik

bei diversen Anbietern als VOD verfügbar

Weitere American Football-Filme:

Wir waren Helden

Gegen jede Regel

Blind Side

Waterboy

Kleine Giganten

Sie nannten ihn Mücke

Rocket Man