Die Doku „Charles Manson: Selbstporträt eines Serienmörders“ erschien am Mittwoch, 12. August 2026 bei Netflix. Es ist die bereits 5. „Selbstporträt“-Serie nach jenen zu Ted Bundy, Jeffrey Dahmer, John Wayne Gacy und „Son of Sam“. Sie hat erneut 3 Folgen und Regie führte Joe Berlinger. Er ist einer der bekanntesten True-Crime-Dokumentaristen überhaupt und hat bereits die vorherigen Staffeln für Netflix gemacht.
Spannende Manson-Doku mit neuen Einblicken
• Start: Mittwoch, 12. August 2026
• Originaltitel: Conversations with a Killer: The Charles Manson Tapes
• Format: dreiteilige True-Crime-Dokumentarserie
• Gesamtlänge: rund 2½ Stunden
• Regie: Joe Berlinger
• Produktion: RadicalMedia
Was „Charles Manson: Selbstporträt eines Serienmörders“ von anderen Dokus abhebt sind bislang unveröffentlichte Gefängnisaufnahmen bzw. Audioaufnahmen von Charles Manson selbst. Regisseur Joe Berlinger kombiniert diese mit Archivmaterial, Interviews und Aussagen von Menschen, die Manson die Ermittlungen unmittelbar erlebt haben. Auch eine seiner ehemaligen Anhänger kommen zu Wort.
Dabei geht es nicht nur um die bekannten Tate-LaBianca-Morde. Die Serie zeichnet Manson zunächst als gescheiterten Musiker und Kleinkriminellen, verfolgt seine Entwicklung zum charismatischen Manipulator und erklärt, wie er die „Manson Family“ um sich scharte.
Interessant ist insbesondere die Frage, wie Manson seine Anhänger psychologisch beeinflussen konnte. Die Doku thematisiert auch Mansons Beschäftigung mit Dale Carnegies „How to Win Friends and Influence People“ – und wie er daraus offenbar Methoden zur Manipulation ableitete.

Erste Kritiken: Doku zerstört den Manson-Mythos
Die ersten Kritiken sind positiver, als man das vielleicht bei einer weiteren Manson-Doku vielleicht erwarten würde: Eine am 10.8.2026 veröffentlichte ausführliche Besprechung des San Francisco Chronicle bezeichnet „Charles Manson: Selbstporträt eines Serienmörders“ als detailliert, verantwortungsvoll und überzeugend. Besonders gelobt wird, dass Berlinger Manson nicht erneut zum mystischen „bösen Genie“ stilisiert, sondern versucht, den Mythos zu zerlegen.
Der Kritiker kommt zu einem ziemlich interessanten Urteil: Je mehr man Manson in der Doku selbst reden hört, desto weniger faszinierend und desto banaler, selbstmitleidiger, größenwahnsinniger und manipulativer erscheine er.
Das ist offenbar einer der wesentlichen Ansätze der Serie: Manson soll nicht als dämonische Kultfigur, sondern als manipulativer Mensch gezeigt werden. Und versucht, den Mythos um den berüchtigtsten Sektenführer Amerikas zu zerstören.
Bewertung
(83/100) (C. Klosz)
„Charles Manson: Selbstporträt eines Serienmörders“: Doku-Serie, 3 Teile, ab 12.8.2026 bei Netflix.
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Bilder: (c) Netflix
