Gestern begannen die 71. Filmfestspiele von Cannes, die von 8. bis 19. Mai in Frankreich stattfinden: Cate Blanchett, die diesjährige Jurypräsidentin, und Regisseur Martin Scorsese eröffneten gemeinsam das Schaulaufen der Stars, und den Filmreigen.

Wobei von echten „Stars“ heuer wenig zu sehen sein wird: Das mag einerseits mit der in der Filmbranche immer noch anhaltenden #MeToo-Debatte zu tun haben, die bis nach Cannes reicht, andererseits mit Zerwürfnissen bereits im Vorfeld des Festivals: Netflix-Produktionen sollten zuerst nicht im Wettbewerb laufen, wurden dann komplett gestrichen, zusätzlich leistete sich die Festival-Leitung rund um Pierre Lescure und Thierry Fremaux  einige Konflikte mit der Presse.

Als Eröffnungsfilm wird dieses Jahr Ashgar Farhadis Psychothriller „Everybody Knows“ mit Javier Bardem und Penelope Cruz gezeigt. Insgesamt rittern 21 Produktionen um den begehrten Hauptpreis der Jury, unter anderem Filme der Regisseure Matteo Garrone, Jean-Luc Godard und Spike Lee.

Die Jury (siehe Bild unten) ist neben Blanchett auch mit 8 weiteren Personen aus der Filmbranche besetzt, mit dabei ist auch Denis Villeneuve, der zuletzt mit „Arrival“ und „Blade Runner 2049“ zu überzeugen wusste.

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Erstmals seit 2011 wieder in Cannes vertreten ist Lars von Trier, der seinen neuesten Film „The house that Jack built“ präsentiert. 2011 war es zum Eklat gekommen, als der dänische Regisseur (im Nachhinein als „Witz“ relativierte) Vergleiche zu Hitler zog, und mit Sympathiebekundungen für die Nazis irritierte – und daraufhin zur persona non grata in Cannes erklärt wurde.

Österreichische Filme sind heuer – beinahe schon eine Ausnahme – nicht vertreten.

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empfohlener Artikel (NZZ):

https://www.nzz.ch/feuilleton/filmfestival-cannes-streit-schon-vor-der-eroeffnung-ld.1382803

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