Die deutsche Schauspielerin Luna Jordan ist im Alter von nur 25 Jahren verstorben. Ihre Agentur Players verkündete vor wenigen Tagen, dass sie am 13. Mai 2026 gestorben ist. Angaben zur Todesursache wurden bislang nicht veröffentlicht, in Berichten ist davon zu lesen, dass der Tod „plötzlich und unerwartet“ war. Die Nachricht löste in der Film- und Serienbranche große Bestürzung aus.
Luna Jordan engagierte sich gegen Machtmissbrauch in der Filmbranche
Bekannt wurde Luna Jordan unter anderem durch Auftritte in der ARD-Krimireihe „Polizeiruf 110“ sowie der ZDF-Serie „Jenseits der Spree“. Außerdem spielte sie in der RTL+-Jugendserie „Euphorie“ mit. Erst vor kurzem war sie in der NDR-Dokumentation „Kinderschauspieler – Der Preis des Erfolgs“ zu sehen, in der sie offen über ihre Erfahrungen als junge Schauspielerin sprach.
2022 wurde Luna Jordan für ihre Rolle im Drama „Fuchs im Bau“ mit dem Österreichischen Filmpreis als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Besonders Aufmerksamkeit erhielt damals ihre emotionale Dankesrede, in der sie sich gegen sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch in der Film- und Theaterbranche aussprach.
Dabei machte sie öffentlich, selbst Opfer sexuellen Missbrauchs zu sein: „Ich bin gerade mal 20 Jahre alt, und ich bin bereits viermal Opfer von sexuellem Missbrauch an Filmsets und Theaterhäusern geworden“, so Jordan damals. Ihre Rede richtete sich konkret an einen bei der Preisverleihung anwesenden Filmemacher. Auch in der NDR-Dokumentation thematisierte sie die psychischen Folgen, die frühe Erfahrungen in der Schauspielbranche mit sich bringen können.
Zuletzt stand sie für die geplante Beatles-Serie „Hamburg Days“ vor der Kamera. Dort sollte sie die deutsche Fotografin Astrid Kirchherr verkörpern, die durch ihre Fotografien von den Beatles sowie der engen Verbindung bekannt wurde. Medienberichten zufolge wurden die Dreharbeiten vorerst gestoppt.
Zahlreiche Kolleg*innen und Fans äußerten in den letzten Tagen in sozialen Netzwerken ihre Anteilnahme und erinnern an Luna Jordan als talentierte Nachwuchsschauspielerin mit klarer Haltung. Rest in Peace. (Johanna Noak)
Bild: (c) Guitarrnews2019, crop by Stepro – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Was heißt plötzlich und unerwartet? Selbstmord oder Überdosis? So hart wie das klingt, ein Unfall kann es nicht gewesen sein. Das wäre sofort publik gewesen.
Nichtsdestotrotz wünsche ich den Angehörigen alle Kraft, die sie benötigen.