Mel Gibsons Langzeitprojekt „The Professor and the Madman“ hat eine wahrlich turbulente Entstehungsgeschichte hinter sich. Gibson hatte seit über 20 Jahren an dem Film, einem biographischen Drama über die Entstehung des Oxford English Dictionary, gearbeitet, bevor 2016 schließlich der Dreh begann. Nun gibt es endlich einen ersten Trailer zu dem Projekt.

Dass dies jetzt erst geschieht, liegt an einem Rechtsstreit zwischen Gibson und der Produktionsfirma Voltage Pictures. Voltage Pictures habe Gibson und Regisseur Farhad Safinia fünf zusätzliche Drehtage für den Film verweigert, heißt es. Diese hätten es Gibson und Safinia erlaubt, im englischen Oxford zu drehen, anstatt am Trinity College in Dublin. Da der Dreh laut Voltage Pictures sowohl Zeitplan als auch Budget bereits überschritten hatte, wurde die Anfrage abgelehnt, was Gibson und Safinia dazu bewegte, das Projekt zu verlassen.

2017 kam es zu einer Klage durch Gibsons Produktionsfirma Icon Productions. Durch die Ablehnung der Anfrage nach zusätzlichen Drehtagen habe Safinia, so der Vorwurf, den Film nicht fertigstellen können und Voltage Pictures habe dann unrechtmäßig Vertriebspartner für die nicht durch Gibson autorisierte Fassung des Films gesucht. Das Gericht jedoch sah die Vorwürfe als unbegründet und Gibson verlor den Prozess. Die US-Rechte liegen nun bei Vertical Entertainment, der US-Kinostart ist für das zweite Quartal dieses Jahres geplant.

Gibson selbst spielt den titelspendenden Professor, namentlich James Murray, der gemeinsam mit dem von Sean Penn verkörperten „Madman“ William C. Minor in der Mitte des 19. Jahrhunderts das umfangreichste Wörterbuch der englischen Sprache erstellte. In weiteren Rollen sind Natalie Dormer, Ioan Gruffudd und Steve Coogan zu sehen.

Werbeanzeigen