Wie wir letztes Jahr berichteten, war Scarlett Johansson als Hauptdarstellerin für den Film „Rub & Tug“ vorgesehen, der von der transsexuellen Jean Marie Gill handeln sollte, die in den 70-ern und 80-ern als Mann einen erfolgreichen Massagesalon im Mafia-Milieu betrieb. Die Dreharbeiten sollten eigentlich diesen Februar starten, bis Johansson auf anhaltenden Druck hin aus dem Projekt ausstieg: Den Produzenten wurde vorgeworfen, dass kein Transgender-Schauspieler für die Rolle engagiert wurde, die Aktrice beugte sich dem Druck und verließ den Film.

Nun sieht es so aus, als ob das Projekt insgesamt gestorben sei. Eine neue Besetzung wurde bisher nicht gefunden, die Signale der Produzenten an Branchen-Insider sind auch eher wenig positiv.

Nachdem sich so immerhin der Wirbel um die Besetzung gelegt hat, ließ Johansson kürzlich aber mit einem deftigen Statement aufhorchen, in dem sie die political correctness in Hollywood kritisierte, die immer mehr in die Freiheit der Kunst eingreife: Als Schauspielerin sollte ihr erlaubt sein, jeden Mensch, Baum oder jedes Tier zu spielen, das sie wolle – denn das sei ihr Job, meinte ScarJo polemisch. Das gesamte Statement lautet wie folgt:

„As an actor I should be allowed to play any person, or any tree, or any animal because that is my job and the requirements of my job…I feel like it’s a trend in my business and it needs to happen for various social reasons, yet there are times it does get uncomfortable when it affects the art because I feel art should be free of restrictions. I think society would be more connected if we just allowed others to have their own feelings and not expect everyone to feel the way we do.“