Auch in diesem Monat zeigt Netflix einmal mehr seine Muskeln, zumindest was die schiere Menge an Originals betrifft, die auf der Plattform veröffentlicht werden soll. Amazon Prime und Disney+ kommen da, rein die Quantität betreffend, nicht mit. Trotzdem lohnt sich auch hier ein Blick auf das ein oder andere Original/Exclusive. Wie jeden Monat haben wir deswegen ein paar der interessanter klingenden Neustarts für euch herausgesucht, damit beim nächsten Filmabend schnell eine Antwort auf die Frage gefunden ist: Was soll ich heute bloß schauen?

von Mara Hollenstein-Tirk

Netflix

Monster: ab 7.5.

Systemischer Rassismus, ein mangelhaftes Justizsystem und zwischendrin ein afroamerikanischer Jugendlicher, der um seine Freiheit kämpft. Keine leichten Themen, welche dieses Drama nach dem Roman von Walter Dean Myers hier behandelt. Und dennoch eine Geschichte, die, gerade auch in heutigen Zeiten, leider noch immer nichts an ihrer Aktualität verloren hat.

Super Me: ab 9.5.

Wer bei dem Titel sofort an den nächsten Superheldenfilm aus Hollywood denkt, der hat nur zum Teil recht. Ja, es geht um einen Mann mit Superkräften, allerdings kommt das Ganze aus Asien, ist keine Superheldengeschichte, sondern eher ein Gangsterfilm, und der Trailer macht auf jeden Fall neugierig.

Oxygen: ab 12.5.

Klaustrophobisch geht es im nächsten Film zur Sache, der als erstes einmal wirkt wie eine abgedrehte Science-Fiction-Variante von „Buried“. Dass sich hinter der bekannten Prämisse allerdings um einiges mehr verbergen könnte, deutet der Trailer bereits an. Mal schauen, was es am Ende wirklich mit dem „Hightech-Sarg“ auf sich hat, Regisseur Alexandra Aja spricht jedenfalls (meist) für Qualität.

The Woman in the Window: ab 14.5.

Wie lange warten Kundige nicht bereits darauf, dass dieser Thriller mit „Das Fenster zum Hof“-Anklängen und Amy Adams in der Hauptrolle endlich auch hierzulande in die Kinos kommt? Der aktuellen Situation ist es nun geschuldet, dass diese Hoffnungen wohl endgültig zu Grabe getragen werden müssen – aber immerhin können sich Interessierte den Thriller von Joe Wright ab dem 14. Mai auf Netflix anschauen.

Das schaurige Haus: ab 14.5.

Das gute an Netflix: Es ist dem Studio eigentlich ziemlich egal, woher die Filmemacher kommen. So zieht dann zum Beispiel auch mal eine deutsch/österreichische Koproduktion einen Deal an Land. Die Mischung aus Gruselgeschichte und Coming-of-Age scheint dabei zwar nichts wirklich aufregend Neues zu bieten und sich eher an ein jüngeres Publikum zu richten, aber unerwähnt wollten wir diese einheimische Haunted House Story dann doch nicht lassen.

Kritik zum Film HIER

Army of the Dead: ab 21.5.

Vor Kurzem noch hat er DC-Fans seinen sehnlich herbei gewünschten „Snyder-Cut“ beschert, da lässt der Gute auch schon die nächste Bombe platzen: Denn mit „Army of the Dead“ besinnt sich Zack Synder, der Meister der Slow Motion, auf jene Wurzeln zurück, die ihn einst berühmt gemacht haben. Ob der Film ähnlich gut ankommen wird, wie sein „Dawn of the Dead“-Remake ist zwar fraglich, auf spaßige Zombieaction kann man sich aber ziemlich sicher trotzdem einstellen.

Amazon Prime

Yes She Can – Frauen verändern die Welt: ab 1.5.

Frauen in Politik und Wirtschaft: Was vor ein paar Jahrzehnten noch eher eine Ausnahme war, ist heute gang und gäbe. Doch wie schaut es tatsächlich mit der Gleichstellung in diesen Bereichen aus? Was mussten Frauen auf sich nehmen, um in die gewünschten Positionen zu kommen? Und wie sehen sie selber das Ganze? Dieser neue deutsche Dokumentarfilm versucht Antworten auf diese und viele andere Fragen zu finden.

Der Boandlkramer und die ewige Liebe: ab 14.5.

Auch der neue Bully Herbig – Film ist der Pandemie „zum Opfer gefallen“. Nachdem die Kinos nach wie vor geschlossen sind und in Deutschland wohl auch so bald nicht wieder öffnen werden, ging man also einen Deal mit Amazon ein und macht diese geistige Fortsetzung zu „Die Geschichte vom Brandner Kaspar“ dem Publikum auf diesem Weg zugänglich. Und wer den Vorgänger mochte, der wird wohl auch hier seinen Spaß haben.

The Underground Railroad (Miniserie): ab 14.5.

Basierend auf der wahren Geschichte der gleichnamigen, aus Sklaverei-Gegnern bestehend Untergrundorganisation, folgt diese von Barry Jenkins inszenierte Miniserie zwei entflohenen Sklaven auf der Flucht vor einem erbarmungslosen Kopfgeldjäger. Bereist 2016 inspirierte dieses damalige Untergrundnetz Colson Whitehead zu seinem Bestsellerroman, der nun in zehn Episoden adaptiert wurde.

Panic – Staffel 1: ab 28.5.

So wirklich viel weiß man noch nicht über dieses Amazon Original – oder besser gesagt, liest sich die Zusammenfassung etwas geheimnisvoll. Aber offensichtlich geht es um ein „Spiel“, dessen Sieger einen Batzen Geld erwartet, dessen Verlierer allerdings den höchsten nur denkbaren Preis bezahlen müssen. Spielen kann jeder, überleben wird nur einer.

Lucifer Staffel 5: ab 29.5.

Und auch die Fortführung der 5-ten Staffel der beliebten Serie rund Tom Ellis als Teufel himself auf Urlaub auf der Erde wollten wir hier nicht unerwähnt lassen.

Disney+

Star Wars: The Bad Batch – Staffel 1: ab 4.5.

Nachdem die Clone Wars ein würdiges Finale spendiert bekommen haben, baut Disney das Star Wars Universum mit der nächsten Animationsserie nun weiter aus. Wie der Titel bereits andeutet, geht es in diesem Fall um eine Einheit Sturmtruppen, die es nicht so mit Befehlen hat und sich stattdessen lieber gegen das Imperium stellt.

The New Mutants: ab 21.5.

Zwar kein Original, aber nachdem der Release dieses letzten X-Men-Ablegers von 20th Century Fox vor der Übernahme durch Disney in den Sommer vergangenen Jahres fiel, freuen sich all jene Fans, die es damals aus den bekannten Gründen nicht ins Kino geschafft haben, sicher darüber, den Film bald auf Disney+ sehen zu können.

Marvel’s M.O.D.O.K. – Staffel 1: ab 21.5.

Und auch im Marvel Universum legt Disney noch eine Schippe nach. Während die meisten Fans wohl eher sehnsüchtig der bald erscheinenden „Loki“-Serie entgegenfiebern, gibt es vorher noch eine Animationsserie zu sehen, die sich eher an die Jüngeren richtet, aber auch Erwachsenen ein paar vergnügliche Stunden bescheren könnte.

Cruella: ab 28.5.

Das V.I.P-Modell scheint sich für Disney auszuzahlen, immerhin wird „Cruella“ nun schon der dritte Film sein, der zunächst einmal nur mit zusätzlicher Leihgebühr zur Verfügung stehen wird. Ob einem die mit Emma Stone besetzte Originstory von Disney-Schurkin Cruella De Vil die 22€ zusätzlich wert ist, muss aber natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

Rebel – Staffel 1: ab 28.5.

Noch eine Serie, die man eventuell im Auge behalten könnte, startet im Mai auf Disney+. Hierbei handelt es sich zwar um eine erdachte Geschichte rund um eine ehemalige Polizistin, die sich mit einem großen Konzern anlegt, der scheinbar wissentlich die Gesundheit von Menschen gefährdet, als Inspirationsquelle diente der Schöpferin Krista Vernoff allerdings eine gewisse Erin Brockovich.

Nachdem wir erneut einen schönen Strauß an unterschiedlichsten Film- und Serienstarts für euch hier zusammengestellt haben, bleibt uns an dieser Stelle wie immer nur mehr, viel Spaß beim Schauen zu wünschen!