Auch im April haben wir uns wieder durch die Neustarts von Netflix, Amazon und Disney+ gewühlt, um euch ein paar Kandidaten präsentieren zu können, die eine Sichtung wert sein könnten. Der Pool war diesmal zwar erstaunlich klein und auch wirklich ins Auge springende Must-Sees sind diesmal kaum zu finden, dennoch haben wir versucht, auch in diesem Monat wieder einen bunten Strauß an Originals und Exclusives für euch zusammenzustellen.

von Mara Hollenstein-Tirk

Netflix

Just say Yes: ab 2.4.

Der erste Film unserer Liste scheint eine ziemlich typische RomCom nach Schema F zu sein – samt „hässlichem“ Entlein, übertrumpfender Schwester, gutaussehendem Ex und sympathischem love interest. Aber hey, manchmal ist es genau das, was man nach einem anstrengenden Arbeitstag braucht.

Concrete Cowboy: ab 2.4.

Ein Comig-of-Age-Drama mit Idris Elba in einer der Hauptrollen, welches zwar eine fiktive Geschichte erzählt, diese allerdings in dem auf wahren Begebenheiten beruhenden Milieu von Großstadt-Cowboys in Philadelphia spielen lässt. Dazu noch eine komplizierte Vater-Sohn-Beziehung und fertig ist das moderne Familiendrama mit ungewöhnlichem Setting.

Sky High: ab 2.4.

Auch hier dürfte es sich um einen ziemlich klassischen Vertreter des „Guter Junge lässt sich mit den falschen Leuten ein und wird zum Gangster“-Genres handeln. Aber mit „Haus des Geldes“-Star Miguel Herran hat man zumindest ein unter Netflix-Abonnenten bekanntes Gesicht gecastet, das bereits bewiesen hat, was alles in ihm steckt.

Thunder Force: ab 9.4.

Nachdem die nach wie vor großteils geschlossenen Kinos weltweit Marvel weiterhin daran hindern, den nächsten großen Superhelden-Blockbuster den dürstenden Fans zu präsentieren, springt Netflix abermals in die Presche und serviert eine Superhelden-Komödie mit Melissa Melissa McCarthy und Octavia Spencer in den Hauptrollen.

Ride or die: ab 15.4.

Eine Affäre zwischen zwei Frauen, ein gewalttätiger Ehemann, ein Mord und die Frage, ob diese leidenschaftliche Liebe dies alles überhaupt überstehen kann: Wenn der Film hält, was der Trailer verspricht, dürfte einen hier ein sehr intensives Drama aus Japan erwarten.

Love and Monsters: ab 15.4.

In den USA konnte der Film sich bereits so etwas wie eine kleine Fangemeinde aufbauen und wird gerne als die clevere Indie-Variante zu „Monsterhunter“ gehandelt. Dabei stellt er eine mitreißende Mischung aus Survival-, Fantasy- und Love-Story dar, die mit „Maze Runner“-Star Dylan O’Brien quasi einen Veteranen dieses Genres an der Spitze hat.

Things heard and seen: ab 29.4.

Auch hier beschleicht einen bereits bei der Prämisse – junges Paar zieht aufs Land in ein altes Haus, in dem sich plötzlich eigenartige Dinge ereignen – das Gefühl, diesen Film wohl schon tausendmal gesehen zu haben. Aber für ein wenig Gänsehaut-Feeling sollte es wohl trotzdem reichen.

Amazon Prime

Framing Britney Spears: ab 5.4.

Auch wenn es in den letzten Jahren eher ruhig um das einstige Popsternchen geworden ist, hat sich Amazon trotzdem dazu entschlossen, eine brandaktuelle Dokumentation über die Sängerin in sein Programm aufzunehmen. Für Kinder der 90er und Fans könnte sich ein Blick also durchaus lohnen.

Black Water: Abyss: ab 11.4.

Wer bei dem Trailer an „47 Meters Down: Uncaged“ denken muss, der liegt nicht falsch, denn, die Prämisse dieses kleinen Horrorstreifens gewinnt sicherlich keinen Innovationspreis. Eine Gruppe junger Erwachsener, die es für eine gute Idee halten, in eine unterirdische Höhle zu tauchen, dann vom Wetter überrascht werden, keinen Ausgang mehr finden und allzu bald feststellen müssen, dass sie nicht alleine da unten sind.

The Vigil: ab 23.4.

Dafür könnte Horrorfans vielleicht hier das Herz aufgehen, denn was man bisher so mitbekommen hat, kommt diese kleine Indieperle, die in der jüdischen Kultur verankert ist, ganz gut bei den Zuschauern weltweit an. Cliff Brockerhoff, unseren Redakteur mit Nerven aus Stahl, konnte das Spektakel allerdings nur mäßig überzeugen – mehr dazu erfahrt ihr in seiner Rezension.

Tom Clancy’s Gnadenlos: ab 30.4.

Und auch Fans von Agenten-/Actionfilmen kommen im April auf ihre Kosten. Tom Clancy dürfte inzwischen ja durchaus ein Begriff sein und auch Hauptdarsteller Michael B. Jordan ist kein Unbekannter mehr. Wer also gerne mal wieder den Puls ein bisschen in die Höhe getrieben bekommen möchte, ohne mit Alpträumen rechnen zu müssen, der könnte hier einen Blick riskieren.

Voyagers: ab 30.4.

Science Fiction, Comig-of-Age, Endzeitdrama? Wenn es nach dem Trailer geht wohl von allem ein bisschen. Wobei die Grundidee, Kinder ins All zu schicken, um einen fremden Planeten besiedeln zu können, eigentlich von Anfang an eher Kopfschütteln hervorruft. Aber wer weiß, vielleicht spinnen die Drehbuchautoren daraus ja ein spannendes, packendes Weltraumabenteuer.

Run: ab 30.4.

Ein kleiner, feiner Streifen, der, wie so viele andere auch, den geschlossenen Kinos zum Opfer gefallen ist und deswegen nun über Amazon einem breiteren Publikum zugänglich gemacht wird. Wenn man den bisherigen Stimmen Glauben schenken darf, ein fieser Thriller, den man nicht verpassen sollte. Auch hier könnt ihr euch bei Bedarf mit einer Kritik einstimmen.

Disney+

Wie bereits in den letzten Monaten auch, scheint Disney noch nicht so recht für sich herausgefunden zu haben, welche Filme sie denn nun gerne als Originals auf ihrer Streamingplattform veröffentlichen wollen, weshalb die Auswahl an Filmen wieder so überschaubar ist, dass wir euch an dieser Stelle auch über die Serien-Originals informieren wollen.

Solar Opposites – Staffel 2: ab 9.4.

Die Macher von der beliebten Zeichentrickserie „Rick and Morty“ haben abermals Stift und Papier zur Hand genommen und eine weitere Serie geschaffen, die sich eindeutig an ein älteres Publikum richtet. Während Staffel 1 gemeinsam mit dem „Star“-Angebot gelauncht wurde, warten nun auf die Fans neue, schräge Abenteuer der auf der Erde gestrandeten außerirdischen Familie.

Big Shot – Staffel 1: ab 16.4.

Teenie- und Sportdramen funktionieren im Serienbereich eigentlich immer – das dürften sich auch die Macher hinter „Big Shot“ gedacht haben. Also schnell mal Frauenschwarm und „Full House“-Star John Stamos als in Ungnade gefallenen Basketball-Coach an eine Mädchen-Highschool schicken, wo er den Mädels dann zeigen kann, was es alles braucht, um eine richtige Mannschaft zu werden.

Der Hundeflüsterer: Die Story: ab 9.4.

Inzwischen ist der Hype um Cesar Millan zumindest in unseren Breitengraden schon ein wenig abgeflaut, nichtsdestotrotz ist er nach wie vor eines der ersten Gesichter, die einem in den Sinn kommen, wenn man an moderne Hundeerziehung denkt. Wer also wissen möchte, wie aus einem Hundetrainer DER Hundeflüsterer wurde, der sollte sich diese Dokumentation auf jeden Fall nicht entgehen lassen.

Gemeinsam unbesiegbar – Das Making-of zu „The Falcon and the Winter Soldier“: ab 30.4.

Die große Marvel-Offensive auf Disney+ nimmt weiter an Fahrt auf und neben den eigentlichen Serien werden den Fans daher in zugehörigen Making-of Dokumentationen exklusive Einblicke hinter die Kameras gewährt. Unter dem Banner „Gemeinsam unbesiegbar“ gibt es übrigens auch schon ein Making-of zu „WandaVision“ auf dem Streaminganbieter zu finden.

Das war er also, unser kurzer Streifzug durch die Netflix-, Amazon- und Disney+-Neustarts im April. Wie üblich bleibt uns an dieser Stellen nur mehr, viel Spaß beim Schauen zu wünschen!