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Film plus Kritik - Online-Magazin für Film & Kino

Die rechte Bedrohung: Spätestens seit der „Flüchtlingskrise“ 2015 versuchen Parteien europaweit (und darüber hinaus), verunsicherte Bürger wie Rattenfänger einzusammeln und vorhandene Ängste zu schüren und zu instrumentalisieren. Die einen machen das „Mainstream-verträglich“ von der politischen Mitte aus, die anderen radikal. Beruhigend ist, dass sich einige der Neurechten inzwischen selbst entzaubert haben (Salvini), abgewählt wurden (Trump), sich in internen Grabenkämpfen verstricken (Afd) oder einfach (wieder einmal) über die eigene Inkompetenz gestolpert sind (FPÖ).

von Christian Klosz

In den letzten Jahren gab es aber auch das neu aufkommende Phänomen junger, rechter Bewegungen, die sich im Auftreten deutlich von den altbekannten Neonazis unterscheiden: Adrett bis hip gekleidet sprechen sie wohlformulierte Sätze, die beim ersten Hinhören so gar nicht nach rechtsradikalen Parolen klingen wollen, sondern die Aura von Bildung und Klasse versprühen. Die Sorgen dieser Bewegungen (etwa der österreichischen Identitären) sind allerdings die selben: Überfremdung, „Niedergang des Abendlandes“, Verlust der eigenen Identität und…

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