Greg Townsend (Matthew Modine) ist Lehrer an der Ridge View Academy, einer High School für jugendliche Straftäter und Kids aus „schwierigen Verhältnissen“, die diesen einen Abschluss ermöglichen soll, in seiner Freizeit ist er leidenschaftlicher Rennradfahrer. Als die Schule vor der Schließung steht, überzeugt er seinen Chef davon, mit 4 seiner Schüler eine Radtour von über 760 Meilen Richtung Grand Canyon zu machen, um die Behörden von der Sinnhaftigkeit des Schul-Projekts zu überzeugen. Wiederwillig stimmt der Schuldirektor zu, Greg und seine Schützlinge beginnen mit dem Training und dem Bau eigener Räder.
Greg will im Rahmen des Trips die 4 Schüler auch die Lektion vermitteln, wie wichtig es ist, sich Ziele zu setzen – und die bis zum Ende durchzuziehen. Der Road Trip wird aber auch für ihn zu einer schmerzhaften Auseinandersetzung mit seiner eigenen, von Gewalt geprägten Kindheit: Denn während Greg und sein Team durch Berge und Wüsten radeln, liegt sein Vater, den er seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hat, im Sterben.
„Hard Miles“ von R.J. Daniel Hanna ist ein recht typisches Indie-Drama, das auf einer wahren Geschichte beruht, aber über den Genre-Durchschnitt hinausgeht: Es kombiniert Sportfilm, Road Movie mit Western-Touch und Sozialdrama und ist zudem eine Ode an den Radsport als transformative Kraft. Neben Matthew Modine sind mit Sean Astin („Herr der Ringe“) und Leslie David Baker („The Office“) weitere bekannte Namen in Nebenrollen zu sehen.
Wenngleich „Hard Miles“ auf den letzten Metern etwas die Luft ausgeht und die zentrale Message allzu generisch vermittelt wird, ist der Film doch eine kleine Filmperle, die verschiedene Geschmäcker anspricht zu überzeugen weiß. Als Garnitur gibt es atemberaubende Naturaufnahmen aus dem Südwesten der USA und vom Grand Canyon.
Bewertung
(71/100)
„Hard Miles“ erschien am 11.4. exklusiv auf DVD/BluRay und ist bei Amazon auch als VOD verfügbar. #heimkinoliebe
Bild: (c) OneGate Media
