Nach der Absetzung von Jimmy Kimmel hat Donald Trump erneut die Pressefreiheit ins Visier genommen: Am Rande einer Reise an Bord der Air Force One äußerte er sich am 18. September gegenüber anwesenden Journalisten zu der unbefristeten Aussetzung der Late-Night-Show „Jimmy Kimmel Live!“, die ihm offenbar nicht weit genug geht: Trump drohte mit dem Entzug von Rundfunklizenzen für TV-Netzwerke, die ihn kritisieren.

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Trump: TV-Sender dürfen ihn nicht kritisieren

„Ich habe irgendwo gelesen, dass die Netzwerke zu 97 % gegen mich waren. Ich bekomme 97 % Negatives und habe die Wahl doch leicht gewonnen, ich habe alles gewonnen. Und sie sind zu 97 % gegen mich, sie geben mir ausschließlich schlechte Publicity … Ich meine, sie bekommen eine Lizenz. Ich würde denken, vielleicht sollte ihre Lizenz entzogen werden“, so Trump.

Weiter führte er aus: „Das ist etwas, das auch besprochen werden sollte. Wenn Sie ein Netzwerk haben und Abendshows ausstrahlen, die nichts anderes tun, als auf Trump draufzuhauen … Das dürfen sie nicht tun!“

Die Foundation for Individual Rights and Expression (FIRE) kritisierte die Aussagen scharf: Die FCC (Federal Communications Commission), die US-Lizenzen für Medien und TV-Sender vergibt, habe keine Befugnis, Inhalte zu kontrollieren; Fehlinformationen seien durch die Pressefreiheit geschützt, solange sie nicht bewiesen falsch sind. Eine Lizenzrücknahme wegen kritischer Berichterstattung wäre ein gefährlicher Präzedenzfall und würde Zensur gleichkommen.

Politisch forderte etwa der demokratische Minderheitsführer Hakeem Jeffries den Rücktritt von FCC-Boss Carr, der Kimmels Absetzung durchgepeitscht hatte und bezeichnete die Aktion als „korrupten Machtmissbrauch“ und „Krieg gegen den Ersten Verfassungszusatz“. FCC-Kommissarin Anna Gomez widersprach intern und warnte vor Zensur. (red.)

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Bild: KI-generiert