Im Wettbewerb von Venedig stand heuer auch der neue Film von Kathryn Bigelow („Detroit“ – Kritik) namens „A House of Dynamite“, wo er am 2.9.2025 seine Weltpremiere feiert(e). Ab 24.10.2025 ist der Polit-Thriller nun auch auf Netflix verfügbar. Alle Infos:

„A House of Dynamite“: Die Handlung

Bigelow widmet sich in „A House of Dynamite“ erneut einem ihrer Lieblingsthemen: Internationale Politik. Wie gewohnt verpackt sie alles in eine spannende Handlung: Ein einzelnes, nicht identifiziertes Raketengeschoss rast auf die Vereinigten Staaten zu. Es entfaltet sich ein verzweifelter Wettlauf im Weißen Haus, um herauszufinden, wer hinter dem Angriff steckt und wie darauf zu reagieren ist. „A House of Dynamite“ beleuchtet die Entscheidungsprozesse unter extremem Druck, in denen praktische, persönliche, bürokratische und existenzielle Dilemmata aufeinandertreffen.

„A House of Dynamite“: Die Besetzung

Die Besetzung von „A House of Dynamite“ liest sich wie ein Who’s Who der modernen Hollywood-Landschaft. Angeführt wird das Ensemble von Idris Elba („Heads of State“) und Rebecca Ferguson („Dune“). Unterstützt werden sie unter anderem von Gabriel Basso („The Night Agent“), Jared Harris („Chernobyl“) und Tracie Letts. Für das Drehbuch zeichnet übrigens Noah Oppenheim („Jackie“) verantwortlich.

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Regie-Statement von Kathryn Bigelow

„Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der es als Standardprotokoll galt, sich unter dem Schulschreibtisch zu verstecken, um einem Atomschlag zu entkommen. Es erscheint jetzt absurd – und das war es auch – aber zu jener Zeit fühlte sich die Bedrohung so unmittelbar an, dass solche Maßnahmen ernst genommen wurden.

Heute hat sich die Gefahr eigentlich verstärkt und noch viel größer. Mehrere Nationen verfügen über genügend Atomwaffen, um die Zivilisation in wenigen Minuten auszulöschen. Und doch gibt es eine Art kollektive Taubheit – eine stille Normalisierung des Unvorstellbaren. Wie können wir dies “Verteidigung” nennen, wenn das unausweichliche Ergebnis totale Zerstörung ist?

Ich wollte einen Film machen, der sich mit diesem Paradoxon konfrontiert – die Verrücktheit einer Welt zu erkunden, die ständig im Schatten der Vernichtung lebt, aber selten darüber spricht.“ (red.)

Auch in Venedig: „Frankenstein“ von Guillermo del Toro

Bilder: Eros Hoagland. © 2025 Netflix