Das Jahr 2025 geht zu Ende, und damit auch das Filmjahr. Aus diesem Anlass haben wir heuer in unserer Redaktion wieder eine Topliste unserer besten Filme 2025 erstellt: Jede/r Redakteur/in bzw. Kritiker/in hat in einem ersten Schritt in einer persönlichen Liste seine/ihre Top 15 Filme 2025 gesammelt. Am Ende wurden die dort befindlichen Titel mit Punkten versehen (Platz 1: 15 Punkte, Platz 2: 14 Punkte usw.) und die Bewertungen addiert.
Nominierbar waren alle Filme, die zwischen 1.1.2025 und 31.12.2025 in Österreich, Deutschland oder der Schweiz erstmals regulär im Kino, Streaming oder Heimkino erschienen. So ergab sich am Ende unsere kollektive Top 10 (+3) der besten Filme 2025. Die jeweiligen Einzellisten könnt ihr HIER nachlesen.
Wie lauten eure Tops (und Flops) des Jahres 2025? Lasst es gern im Kommentar wissen!
Die besten Filme 2025: Platz 10 bis 6
Platz 10: „Miroirs No. 3“
Regie: Christian Petzold – Im Grunde genommen ist „Miroirs No. 3“ ein „kleiner“ Genrefilm – irgendwo zwischen Stephen King, Jacques Tourneur und Alfred Hitchcock verortet. Es ist ein in sich geschlossener Konzeptfilm, der mit einer Idee arbeitet und diese dermaßen abstrahiert, dass jegliche Konvention ausgestellt ist und nur noch auf sich selbst verweisen kann. „Miroirs No. 3“ kommt als kleines Nebenwerk in Christian Petzolds Filmografie daher – ein Handwerksstück des Auteurs, welches man leichtfertig als Fingerübung abtun könnte, aber auf keinen Fall sollte. (Pascal Ehrlich)
(16 Punkte)

ex-aequo mit:
„La Cocina“
Regie: Alonso Ruizpalacios – „Mittagszeit im The Grill in New York, einer Touristenfalle, die an einem normalen Freitag wie heute Tausende von Kunden abfertigt. Aus der Kasse ist Geld verschwunden, und alle Angestellten werden befragt. Die meisten von ihnen sind illegal Eingewanderte, die um ihren Arbeitsplatz – den einzigen Platz, der ihnen hier zugebilligt wird – kämpfen. La Cocina basiert auf dem gleichnamigen Bühnenstück von Arnold Wesker und ist eine tragikomische Hommage an die oftmals unsichtbaren Menschen, die unser Essen zubereiten.“ (Programmtext Berlinale)
(16 Punkte)
Platz 9: „Vermiglio“
Regie: Maura Delpero – Mit „Vermiglio“ gelang Regisseurin Maura Delpero ein weiterer starker Film, mit dem sie auch ihre eigene Familiengeschichte verarbeitet. Die Südtiroler Bergwelt wird eindrucksvoll eingefangen, die Geschichte der Familie Graziadei mit einer dokumentarischen Genauigkeit erzählt. Die langsame Erzählweise verlangt Geduld – aber man wird belohnt mit einem atmosphärisch dichten, komplexen Familiendrama. Zwar bleibt der Film einige seiner Themen schuldig, doch schauspielerisch und inszenatorisch überzeugt er durchaus. (Christian Oehmigen)
(17 Punkte)
Platz 8: „A House of Dynamite“
Regie: Kathryn Bigelow – Einmal mehr liefert Kathryn Bigelow ab: Nach “The Hurt Locker” und “Zero Dark Thirty” bewegt sich die Regisseurin erneut im militärischen und politischen Umfeld, beschreibt die Situation eines unerwarteten Nuklearangriffs einerseits unaufgeregt und ohne große Actionsequenzen, andererseits enorm intensiv. “A House Of Dynamite” ist ein hochaktueller Film, bei dem es ganz egal ist, ob die Ereignisse fiktiv sind oder nicht. Dächte man sich “The Hurt Locker”, “Zero Dark Thirty” und “A House Of Dynamite” als Filmreihe, könnte man darin einen Diskurs erkennen, bei dem die Regisseurin fortwährend mit dem (politischen) Publikum spricht, die diplomatischen und menschlichen Verwicklungen zur Diskussion stellt und mit dem neuen Film mit dem Finger tief in die Wunde drückend die Verantwortlichen fragt, ob sie blind sind. (Richard Potrykus)
(19 Punkte)
Kritik & Analyse zu „A House Of Dynamite“

Platz 7: „Train Dreams“
Regie: Clint Bentley – Man könnte „Train Dreams“ als existenzialistisches, anthropologisches Drama bezeichnen, denn der Film versucht auf unaufdringliche Weise die Essenz des menschlichen Lebens zu ergründen; die Frage, was „Glück“ und „Erfüllung“ ausmacht; den Wert von Familie und Gemeinschaft; die Bedeutung von Leid. Regisseur Clint Bentley webt geschickt auch aktuelle Themen (Arbeitsmigration, Rassismus, Umwelt) in seine sich über die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts erstreckende, in den ruralen USA verortete, eigentlich relativ unspektakuläre Handlung ein, die einem einfachen Holzarbeiter folgt. Stilistisch ist sein Werk mit den betörenden Kameraeinstellungen und dem sensiblen Soundtrack über alle Zweifel erhaben. (Christian Klosz)
(20 Punkte)
ex-aequo mit:
„Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery“
Regie: Rian Johnson – Benoit Blanc konfrontiert mit einem biblischen Mysterium – „Wake Up Dead Man“ kann als dritter Teil der „Knives Out“-Reihe absolut mit seinen Vorgängern mithalten und bietet dem Publikum eine neue Seite der beliebten Krimiserie. Trotz kleinerer Schwächen verpackt Johnson erfolgreich den Charme des Originals in ein düsteres Gothic-Setting und kompromittiert dabei nicht die gewohnte Qualität seiner Geschichten. (Natascha Jurácsik)
(20 Punkte)

Platz 6: „Die My Love“
Regie: Lynne Ramsay – Ein etwas anderer Beziehungsfilm – „Die My Love“ weigert sich partout, einfache Antworten auf simpel gestellte Fragen zu liefern und widmet sich stattdessen breiteren Konzepten, die auf beeindruckende Weise innerhalb einer einfach wirkenden Geschichte repräsentiert werden. Das Streben nach existenzialistischen Thematiken allerdings dürfte bei einem breiteren Publikum eventuell auf Verwirrung oder Unverständnis stoßen. Dennoch lohnt sich eine Sichtung – allein schon wegen den Performances von Jennifer Lawrence und Robert Pattinson. (Natascha Jurácsik)
(23 Punkte)
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Die besten Filme des 21. Jahrhunderts | Redaktionsranking
Die besten Filme des Jahres 2024
Bildquellen: (c) Stadtkino Filmverleih bzw. (c) Netflix

Die Knives Out Mystery liegt noch in der Watchlist. Ansonsten kenne ich hier nix.