Jetzt jeden Montag bei Film plus Kritik: Die wichtigsten News aus der Welt der Filme, Serien und Stars, kurz und knackig zusammengefasst. Das bewegt die Branche diese Woche:

Spielberg ehrt Coppola

Francis Ford Coppola erhielt am 26. April 2025 den 50. AFI Life Achievement Award im Dolby Theatre in Hollywood. Steven Spielberg und George Lucas überreichten dem 86-jährigen Oscar-Preisträger die Auszeichnung für sein Lebenswerk, darunter finden sich Meisterwerke wie „Der Pate“ und „Apocalypse Now“. Stars wie Robert De Niro, Al Pacino und Adam Driver würdigten Coppola. Spielberg nannte „Der Pate“ den „größten amerikanischen Film aller Zeiten“. Zuletzt schien Coppola sein Mojo allerdings verloren zu haben, sein „Megapolpolis“ war finanziell und qualitativ ein Flop. Seit Samstag kann man den Film auf Netflix streamen. Woran und warum Coppola scheitert, könnt in unserer Analyse nachlesen.

„Downton Abbey“ endet mit drittem Kinofilm

Die beliebte Historien-Serie „Downton Abbey“ schließt nach sechs Staffeln und zwei Kinofilmen mit einem dritten Film ab, der am 11. September 2025 erscheint. Unter der Regie von Simon Curtis kehren Stars wie Hugh Bonneville und Michelle Dockery zurück, ergänzt durch neue Gesichter. Das erste Poster zeigt Lady Mary Talbot, Fans hoffen auf ein würdiges Finale für das Downton-Universum.

„Top Gun: Maverick“-Regisseur dreht „Miami Vice“-Remake

Joseph Kosinski, bekannt für „Top Gun: Maverick“, soll eine Neuverfilmung von „Miami Vice“ für Universal Pictures inszenieren, wie kürzlich bekannt wurde. Das Drehbuch stammt von Dan Gilroy („Nightcrawler“) und basiert auf der 1980er-TV-Serie mit Don Johnson und Philip Michael Thomas als Undercover-Detectives in Miami. Details zur Handlung und Besetzung sind noch unbekannt.

Kosinski wird den Film über seine Firma Monolith produzieren. Das Projekt folgt Kosinskis kommendem Film „F1“ (Juni 2025) und einem UFO-Thriller für Apple. Eine frühere Adaption von Michael Mann (2006) mit Jamie Foxx und Colin Farrell war kommerziell erfolglos, erlangte aber Kultstatus.

„Die, My Love“: Neuer Film von Lynne Ramsey

Regisseurin Lynne Ramsey kehrt mir einem neuen Film zurück: Er soll „Die, My Love“ heißen, geschrieben wurde er gemeinsam von Ramsey und Enda Walsh. Für die Produktion ist Martin Scorsese verantwortlich, bekanntlich ein großer Fan der Regisseurin. Die Hauptrolle wird Jennifer Lawrence spielen, Robert Pattinson („The Batman“), Nick Nolte und Sissy Spacek („Carrie“) sind ebenfalls dabei.

Über den Inhalt von „Die, My Love“ ist bisher folgendes bekannt: In einer vergessenen ländlichen Gegend kämpft eine Mutter und Ehefrau mit ihren Dämonen. Sie wird ausgegrenzt, sehnt sich aber nach Zugehörigkeit. Zugleich fühlt sie sich erstickt und unterdrückt, ihr Verhalten wird immer erratischer – und am liebsten würde sie ihr Haus niederbrennen. Zentrale Themen sind Mutterschaft, Weiblichkeit, die Banalität der Liebe, die Schrecken der Begierde. (Quelle: TheIndustry.co)

„Die, My Love“ wird seine Premiere im Mai in Cannes feiern, wo er im Wettbewerb um die Goldene Palme konkurriert. Für Ramsey ist es der erste Langfilm seit ihrem gefeierten „A Beautiful Day“ („You were never really here“) mit Joaquin Phoenix. Unsere Kritik dazu könnt ihr HIER nachlesen.

Serie über Jonestown-Massaker in Planung

Das Jonestown-Massaker gilt als größter Massenselbstmord der modernen Geschichte: Im November 1978 starben 900 Mitglieder der Sekte „Peoples Temple“ durch Selbstmord oder Mord in Jonestown, Guyana, angeführt von Jim Jones. Nun entwickelt Bill Hader gemeinsam mit Daniel Zelman eine Serie über Jonestown. Die beiden sind ausführende Produzenten, schreiben gemeinsam das Drehbuch und fungieren als Co-Showrunner. Zudem könnte Hader selbst Jim Jones, den Kultführer, spielen. -> Die besten aktuellen True Crime-Formate im Streaming

AppleTV+ und Tom Hanks drehen „Berlin Noir“-Adaption

AppleTV+ hat offiziell eine Adaption der Berlin-Noir-Bücher des verstorbenen Autors Philip Kerr genehmigt. Das Projekt wird seit 2012 vom Oscar-prämierten Drehbuchautor Peter Straughan („Konklave“) entwickelt, Tom Hanks’ Firma Playtone („Masters of the Air“) soll für die Produktion verantwortlich sein. Das noch unbetitelte Drama basiert auf Kerrs letztem Buch „Metropolis“, einer historischen Detektivgeschichte, die Gunther Berlins Anfänge bei der elitären Berliner Mordkommission zeigt, während er einen Serienmörder jagt, der Außenseiter ins Visier nimmt. Nach dem Erfolg von „Slow Horses“ scheint Apple erneut auf ein anspruchsvolles Spionagedrama zu setzen.

Gwyneth Paltrow unter Beschuss wegen ihrer Firma Goop

Gwyneth Paltrows Wellness-Marke Goop geriet in den letzten Tagen erneut in die Kritik, nachdem ein neues Produkt als „gesundheitsschädlich“ eingestuft wurde. Experten werfen der Marke vor, ungetestete Nahrungsergänzungsmittel zu bewerben, die potenziell gefährliche Inhaltsstoffe enthalten. Paltrow verteidigte sich auf Instagram und sprach von „wissenschaftlich fundierten“ Formeln, doch ein Rückruf des Produkts wurde angeordnet.

Seit Jahren steht Paltrow in der Kritik, unwissenschaftliche Heilversprechungen anzupreisen. Laut eigenen Angaben leidet sie seit 2021 an Long Covid (sie sprach von Brain Fog und Erschöpfung), als Therapie propagierte sie in Videos diverse Nahrungsergänzungsmittel, eine „Keto-Diät“ und eine Umstellung der Ernährung. Doch viele der Methoden gelten als wissenschaftlich nicht nachgewiesen, weshalb Experten und Wissenschaftler Paltrow wiederholt dafür kritisierten.

Aktueller Filmtipp: „Konklave“

Nach dem Tod von Papst Franziskus steht demnächst die Wahl eines neuen Papstes im Vatikan an, das sogenannte „Konklave“ befindet sich derzeit in Vorbereitung. Seit Jahrhunderten fasziniert dieses Ritual mit seinen eigenen Regeln und Gesetzen die Menschen, und kein Film vermittelt dieses Faszinosum besser als Edward Bergers „Konklave“. Von uns gab es dafür zum Kinostart 7 von 10 Sternen und das Fazit: „ein auf technischer Ebene beachtliches Werk, das vor allem inszenatorisch in der Oberliga spielt.“ Inzwischen ist „Konklave“ auch im Heimkino verfügbar, unsere ganze Kritik könnt ihr HIER nachlesen.

von der Film plus Kritik-Redaktion / Christian Klosz

Titelbild: 3 Ausgaben des berühmt-berüchtigten Gossip-Magazins „Confidential“ (c) public domain