Es war zu erwarten: Der neue, deutsche Erotik-Thriller „Fall for me“, der am 21.8.2025 auf Netflix erschien, kletterte schnell auf Platz 1 der meistgesehenen Filme (siehe Netflix-Charts), derzeit (Stand 2.9.2025) liegt er immer noch unter den TOP 5. Die Mischung aus Romantik, Erotik und Spannung begeistert das Publikum – während die Kritiken zum Film vernichtend sind.
Regie bei „Fall for me“ führte Sherry Hormann, die bereits mit Werken wie „Desert Flower“ (2009) auf sich aufmerksam machte und oft Themen wie weibliche Emanzipation bearbeitet. Das Drehbuch verfasste Stefanie Sycholt, die hier eine Geschichte webt, die sich an klassische Erotik-Thriller wie „Basic Instinct“ anlehnt, aber mit einem modernen, mediterranen Twist.
„Fall for me“: Die Handlung
Im Mittelpunkt von „Fall for me“ steht Svenja Jung als Lilli, eine rationale Auditorin, die ihre Schwester besucht – und in ein Netz aus Lügen gerät: Theo Trebs verkörpert Tom, den attraktiven Fremden, der Lillis Leben aufmischt – Trebs war zuvor in Projekten wie „Der Pass“ zu sehen. Weitere Schlüsselrollen übernehmen Tijan Marei als Valeria, Lillis Schwester, Victor Meutelet als deren Verlobter Manu und Thomas Kretschmann in einer Nebenrolle.
Die Handlung dreht sich um Lilli, die nach Mallorca reist, um ihre jüngere Schwester Valeria zu besuchen. Valeria, eine lebenslustige Partylöwin, teilt Lilli mit, dass sie sich mit dem charmanten Franzosen Manu verlobt hat – eine Nachricht, die Lilli skeptisch macht. Manu wirkt zu perfekt, zu glatt, und Lilli, mit ihrem beruflichen Instinkt für Unstimmigkeiten, beginnt, Nachforschungen anzustellen.
Doch bevor sie tiefer graben kann, kreuzt Tom ihren Weg: Ein attraktiver, geheimnisvoller Mann, der Lilli in eine leidenschaftliche Affäre verwickelt. Die sonnigen Strände und malerischen Villen Mallorcas werden zum Schauplatz intensiver erotischer Begegnungen, die Lillis Welt auf den Kopf stellen. Je tiefer sie in Toms Arme sinkt, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Lust und Gefahr. Valeria hingegen scheint blind für Manus Manipulationen, die auf einen raffinierten Betrug hindeuten.
Als immer mehr Geheimnisse ans Licht kommen, eskaliert die Geschichte: Tom könnte selbst in den Betrug verwickelt sein, und Lilli findet sich in einem Netz aus Lügen wieder, das ihre eigene Identität in Frage stellt.

„Fall for me“: So kommt der Film bei Publikum und Kritik an
Bei den Kritikern stößt „Fall for me“ auf wenig Begeisterung. Auf Rotten Tomatoes fehlt noch ein offizieller Score, aber alle Bewertungen professioneller Kritiker dort sind bisher negativ. Erste Reviews sind teils vernichtend: Ready Steady Cut nennt den Film „mind-numbingly dull“ und kritisiert das lahme Tempo sowie die fehlende Spannung in den erotischen Szenen. Movieweb fasst zusammen, dass der Film trotz „heißen“ Elementen „tame“ und enttäuschend ist.
Das Publikum nimmt „Fall for me“ differenzierter auf. Auf Netflix kletterte er schnell auf Platz 1 der Charts, wie das meist bei qualitativ minderwertigen Erotik-Thrillern der Fall ist (siehe „365 Days“). Auf IMDB weist „Fall for me“ einen Wert von 4.7/10 auf, der sich aus den Publikumsbewertungen errechnet. Bei Letterboxd variieren die Urteile: Manche Zuschauer genießen die Chemie zwischen Jung und Trebs sowie die mallorquinischen Locations, finden aber die Handlung klischeehaft. (Christian Klosz)
„Fall for me“ – Trailer
Bilder: (c) Netflix
