Johnny Depp sorgte in den letzten Jahren zwar immer wieder für Schlagzeilen, dies allerdings weniger aufgrund schauspielerischer Leistungen, sondern vielmehr wegen zahlreicher Gerüchte um Alkohol- und Drogenmissbrauch, sowie Gewaltvorwürfen seiner Ex Amber Heard. Zwar sah man ihn zuletzt als bösen Zauberer im „Fantastic Beasts“-Franchise, doch die großen und exzentrischen Filmrollen, wie jene, die seine Karriere gestartet hatten, blieben aus. Sogar Disneys „Pirates of the Caribbean“-Franchise scheint in Zukunft ohne Depp in seiner Paraderolle des Captain Jack Sparrow auskommen zu wollen.

Nun könnte Depp ein kleines Comeback erleben: Ein erstes Bild zeigt ihn in schwarzer Kolonialskluft und mit finsterer Miene in seiner Rolle im Filmdrama „Warten auf die Barbaren“. Dabei handelt es sich um die Verfilmung des mehrfach ausgezeichneten gleichnamigen Romans aus der Feder des südafrikanischen Autors und Nobelpreisträgers J.M. Coetzee. Hinter Depp ist auf dem Bild auch Co-Star und Oscarpreisträger Mark Rylance („Bridge of Spies“) zu sehen.

Der Kolumbianer Ciro Guerra („Birds of Passage“) führt Regie bei dem Film, in dessen Zentrum der Magistrat (Rylance) steht, der oberste Vertreter einer Grenzstadt des sogenannten „Reiches“. Depp spielt Oberst Joll, der mit einem Höchstmaß an Brutalität gegen die Nomadenstämme, den titelspendenden „Barbaren“, vorgeht – und bald auch gegen den Magistrat, der verdächtigt wird, auf Seite der Barbaren zu stehen. Daraufhin soll der junge Mandel, verkörpert durch Robert Pattinson, Nachfolger des Magistraten werden. „Warten auf die Barbaren“ beschäftigt sich somit mit Themen um Imperialismus, Unterdrückung und der Angst vor dem mutmaßlichen Anderen.

Bereits 2019 soll der Film in den USA starten. Damit stehen auch die Chancen für einen österreichischen Kinostart noch in diesem Jahr nicht schlecht. Einen konkreten Starttermin gibt es allerdings noch nicht.

von Paul Kunz

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