Clint Eastwood ist ein Phänomen: Trotz seiner bereits 89 Jahre dreht er im Durchschnitt einen Film pro Jahr, in aller Ruhe, ohne viel Aufsehen oder Social Media-BlaBla. Plötzlich ist der Film fertig, kurz danach ist er in den Kinos. Zuletzt geschehen bei „The Mule“, einem zwar soliden, aber eher schwächeren Eastwood-Film.

von Christian Klosz

Die Arbeitsweise kommt Eastwood entgegen, dem großen „Erzähler“, der stets auf der Wichtigkeit eines funktionierenden Plots beharrt, der seinen Fokus stets auf die Geschichte und seine Charaktere richtet, und mit dem modernen Bumm-Krach-Blockbusterkino wenig anzufangen weiß. Wobei man auch anmerken sollte, dass diese „reduzierte“ Arbeitsweise ab und an auch zu diversen Schwächen seiner Filme führt, v.A. in Bezug auf den Schnitt oder die Bildkomposition.

Wie auch immer – Clint hat es wieder getan: Denn kürzlich wurde bekannt, dass bereits sein nächster Film ante portas steht. „The Ballad of Richard Jewell“ heißt das Stück, in den Hauptrollen sollen Sam Rockwell und Jon Hamm zu sehen sein. Die Produktion soll im Juni begonnen haben, nun, 2 Moate später, soll der Film abgedreht sein (Eastwood dreht selten länger als 1, 2 Monate), und im Dezember in die US-Kinos kommen. Bei uns wird der Film dann vermutlich im nächsten Frühjahr zu sehen sein.


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Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Richard Jewell, einem Security-Mitarbeiter bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, der eine Bombe entdeckt und das Stadium zu evakuieren versucht. Als die Polizei allerdings zu ermitteln beginnt, kommt sie zum Schluss, dass er selbst ein Verdächtiger sein könnte, und für das ganze Disaster verantwortlich sein könnte.

„The Ballad of Richard Jewell“ wird Eastwoods 36. Film als Regisseur.

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