Dass Johnny Depp diverse Rollen unter dem Eindruck seines verlorenen Prozesses gegen die Sun losgeworden ist, ist bekannt, darunter auch seine Kultfigur Jack Sparrow in der „Fluch der Karibik“-Reihe. Der britische Medienrechtsexperte Mark Stephens sagte nun zum britischen Guardian, dass dieses Urteil erst „Runde eins“ gewesen wäre, und die ganze Geschichte noch lange nicht vorbei sei:

“Whoever loses is going to appeal. (…) That will be round two. Then there’s the [Depp] case against the Washington Post and Amber Heard, and she has counter-sued both Johnny Depp and his lawyer for accusing her of lying over the spousal abuse.”

Er glaube zwar nicht unbedingt, dass Depp einen sogenannten re-trial gewinnen würde, für den Fall hat aber offenbar Disney signalisiert, ihm seine Piraten-Rolle wieder zurückzugeben. Dazu kommt ein weiterer, anstehender Prozess, in dem Depp die Washington Post und seine Ex Amber Heard verklagt, die die ganze Affäre erst ins Rollen gebracht hatten: Dort hatte die Schauspielerin einen Text veröffentlicht, wo sie nahelegte, dass Depp in deren Beziehung gewalttätig gewesen war, wogegen der nun gerichtlich vorgehen will. Nicht auszudenken, wenn Depp diesen Prozess gewinnen würde: Es wäre die Bestätigung dafür, dass die Vorwürfe erfunden waren. Was würde das dann für den Sun-Prozess und seine Erkenntnisse bedeuten? Und was für Amber Heard, die derzeit noch all ihre Rollen fix zu haben scheint? Als Sahnehäubchen wartet übrigens schließlich noch ein weiterer Prozess auf das toxische Ex-Pärchen, denn Heard hat gegen die Behauptung im obigen Prozess geklagt, sie habe die Vorwürfe nur erfunden. Alles klar soweit? (ck, red)