Es war eine Schocknachricht, die letzte Woche nicht nur eingefleischte Reality-TV-Fans mitnahm: Willi Herren, Schauspieler, Entertainer und Ballermann-Star und seit Jahren regelmäßiger Gast in diversen Reality-Formaten, wurde am Dienstag tot in seiner Wohnung aufgefunden. Fremdeinwirkung konnte die Polizei ausschließen, ein Zusammenhang mit Substanzmissbrauch lag nahe, da Herren immer wieder Probleme mit Drogen und Alkohol gehabt hatte.

Während das Autopsieergebnis weiterhin aussteht, bringen inzwischen Bekannte und Weggefährten von Herren etwas Licht ins Dunkel: Eine ehemalige Affäre meldete sich bei diversen Medien und berichtete, dass sie seit der Trennung Herrens von seiner Frau Jasmin vor rund einem Monat wieder mit ihm in Kontakt gewesen war. Er wollte sich sogar mit ihr treffen, wie sie RTL sagte, berichtet ihr am Wochenende vor seinem Tod aber per Kurznachrichten davon, dass es ihm sehr schlecht gehe und er „high“ wäre.

Dabei heißt es von anderen Bekannten, dass Herren die letzten Jahre clean und „stabil“ gewesen sei, dass es ihm relativ gut gegangen war. Licht ins Dunkel bringt Ballermann-Kollege und Freund Ikke Hüftgold in einem Interview mit der BILD: Seit der Teilnahme an „Promis unter Palmen“ wäre Herren von Zweifel geplagt gewesen: „Er hatte die große Angst, dass er nach ,Promis unter Palmen‘ im TV auserzählt ist. Daher wollten wir uns am Montag eigentlich treffen, um neue Songs aufzunehmen.“ Seit dem Promis unter Palmen-Dreh schien es Herren überhaupt schlechter zu gehen. „Alkohol war leider Willis Zündschnur zu Drogen. Zuletzt ging es ihm gut. Aber nach den ,Promis unter Palmen‘-Dreharbeiten war er wieder von der Rolle, trank wieder Alkohol.“ so Hüftgold.

Zur wechselvollen Karriere seines Freundes meinte Hüftgold: „Er war extrem, entweder dick oder dünn, drauf oder nüchtern. Er liebte das Leben. Seine Euphorie hat mich immer wieder fasziniert. Er war voller Energie, ich mag solche Menschen. Sein früher Ruhm war der Anfang vom Ende, denn er wusste nicht, damit umzugehen. Er hatte als junger Kerl viel Geld und geriet dann ins falsche Fahrwasser.“ (red.)