Im Zuge des nun schon fast zwei Wochen andauernden Gerichtsprozesses wegen Rufschädigung zwischen Johnny Depp und Amber Heard wurde eine neue Audioaufnahme veröffentlicht. Die Aufnahme beinhält ein Streitgespräch zwischen Heard und Depp. Das Gespräch scheint sich um einen Streit des Paares in Australien zu drehen. Im Zuge der anscheinend gewalttätigen Auseinandersetzung verlor Depp einen Teil seines Fingers und musste ins Krankenhaus.

In der Audioaufnahme bezeichnet Heard den Vorfall als „fairen Kampf“. „Sag es der Welt Johnny, sag ihnen, Johnny Depp, ich Johnny Depp, ein Mann, bin auch ein Opfer häuslicher Gewalt“, so Heard im Audioclip. „Und du weißt, es ist ein fairer Kampf. Und dann sieh, wie viele Menschen dir glauben oder auf deiner Seite stehen.“ Depp sei größer, stärker als sie und sie habe um ihr Leben gefürchtet, beteuert Heard in der Aufnahme. Es gebe da einen großen körperlichen Unterschied zwischen ihr und Depp und die ganze Welt, Richter und Geschworene würden das sehen. Mit dieser Aussage erweist Heard der #metoo-Bewegung einen Bärendienst, sie ist außerdem ein Schlag ins Gesicht aller männlichen Opfer von (häuslicher) Gewalt, denen so gesagt wird, ihnen würde ohnehin „niemand glauben“, weil sie eben Männer sind.

An einem Punkt der Konversation, offenbart Heard ihrem nunmehrigen Ex-Ehemann, dass sie nicht nur behauptet, er sei gewalttätig gewesen, ebenso habe sie habe im Laufe der Jahre auch „Beweismaterial“ gesammelt. Diese angeblichen Beweise werden nun vor Gericht unter die Lupe genommen. Darunter sind einige Fotos, die Heard mit mutmaßlichen Verletzungen im Gesicht zeigen. Depp zufolge seien diese Verletzungen jedoch nicht echt und die Vorwürfe, er habe seiner Exfrau körperliche Gewalt zugefügt, ebenso falsch. Vielmehr habe Amber Heard ihm Gewalt zugefügt. Eines der Beweismittel, das Depps Team hierbei angeführt hat, sind Videoaufnahmen, die in der Woche nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Depp und Heard entstanden sind. Die Aufnahmen zeigen das Apartment, in dem das Ex-Paar zusammen gelebt hat sowie auch Amber Heard selbst, auf deren Gesicht in den Aufnahmen keine Verletzungen sichtbar sind.

Der Prozess wird noch einige Wochen andauern. Es wird somit vermutlich noch weiteres Beweismaterial veröffentlicht werden. Die Audioaufnahmen, die bisher im Gerichtssaal abgespielt wurden, stellen allerdings primär Amber Heard in keinem guten Licht dar. Ähnliches gilt auch für Heards Anwälte. Im Internet tauchen bereits seit einigen Tagen Clips auf, die diverse „Pannen“ der Verteidigung beinhalten und über die sich Userinnen und User im Netz lustig machen. Auch Depp selbst muss in einigen der Videoclips auffällig schmunzeln.

Die aktuellen Negativ-Schlagzeilen haben Amber Heard nun anscheinend dazu veranlasst, ihr PR-Team zu feuern. (lw)

Bild: courtTV/Youtube