Die Filmwelt trauert um den Charakterdarsteller Ray Liotta. Er sei „völlig überraschend“ im Schlaf gestorben, teilte Sprecherin Jennifer Allen heute mit. Liotta wurde 67 Jahre alt. Er hielt sich derzeit zu Dreharbeiten in der Dominikanischen Republik auf. Über die Todesursache wurde nichts bekannt.

Kollegen und Fans reagierten bestürzt. Liottas Tod habe ihn „sehr traurig“ gemacht, schrieb Robert De Niro in einer Mitteilung. „Er ist viel zu jung, um von uns zu gehen“. „Ich bin völlig erschüttert, diese schreckliche Nachricht über meinen Ray zu hören“, schrieb die Schauspielerin Lorraine Bracco auf Twitter. Sie spielte Liottas Leinwand-Ehefrau in „Goodfellas“.

Seinen Durchbruch in Hollywood hatte Liotta 1986 mit einer Krimi-Komödie. Jonathan Demme holte den Neuling mit Melanie Griffith und Jeff Daniels für „Gefährliche Freundin“ vor die Kamera.

Mit dem Mafia-Epos „Goodfellas“ (1990) von Regisseur Martin Scorsese schrieb Liotta Filmgeschichte als Mafioso Henry Hill, der im italienischen Viertel New Yorks aufwächst und über kleine Jobs in der Mafia-Hierarchie aufsteigt.

Nach weiteren prominenten Rollen in den 90ern und zu Beginn der 00er-Jahre („Cop Land“, „Feld der Träume“, „Hannibal“) wurde es eine Weile etwas ruhiger um den Mimen. 2019 feierte er in „Marriage Story“ ein beachtetes Comeback auf „der großen Leinwand“. Im vorigen Jahr war er in „The Many Saints of Newark“ zu sehen. Der Gangsterfilm erzählte die Vorgeschichte der TV-Serie „Die Sopranos“.

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