Seit 2015 und dem misslungenen „Blackhat“ war es still um Michael Mann geworden, dem Regisseur, der mit „Heat“, „Collateral“ oder „Miami Vice“ für einige der besten Actionthriller der letzten 30 Jahre verantwortlich zeichnete. Ein Comeback kam erst 2022 zustande, als Mann als Executive Producer und Regisseur der ersten Episode des Serien-Meisterwerks „Tokyo Vice“ fungierte, das gewisse Parallelen zu der von Mann in den 80ern erschaffenen Kultserie „Miami Vice“ zeigt.

2023 folgte endlich – nach 8 Jahren – der erste Langfilm: Bei „Ferrari“ handelt es sich um ein Biopic über Enzo Ferrari (gespielt von Adam Driver, siehe Titelbild), das Ende 2023 in die US-Kinos kam. Trotz ordentlicher Kritiken bleibt dem Film ein Kinostart in unseren Breiten verwehrt: Amazon sicherte sich die Rechte und „Ferrari“ ist ab heute, 1.3.2024 bei Prime Video zu sehen (und bei anderen Anbietern als VOD zu erwerben).

Gefilmt wurde über den Sommer bis Ende Oktober 2022 in Italien. Neben Adam Driver spielen Penelope Cruz und Patrick Dempsey in den Hauptrollen, Mann übernahm neben der Regie auch das Drehbuch und die Produktion.

„Ferrari“ spielt im Jahr 1957, als Enzo Ferrari am 1.000-Meilen-Rennen Mille Miglia teilnimmt. Er will sein vor dem Bankrott stehendes Autounternehmen retten und setzte alles auf eine Karte. Interessante Notiz am Rande: Der 1898 geborene Unternehmer ist im Film etwa 59 Jahre alt und damit zwei Jahrzehnte älter als Driver, der zur Zeit des Drehs 38 Jahre alt war.

von Christian Klosz

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