In der Silvesternacht 1999, beim Übergang zum neuen Jahrtausend, verflechten sich die Leben von Angestellten und Gästen in einem luxuriösen Schweizer Hotel. Das prächtige Schloss aus dem frühen 20. Jahrhundert empfängt jedes Jahr wohlhabende Menschen aus der ganzen Welt (gespielt u.a. von Mickey Rourke, John Cleese, Joaquim de Almeida). Der Hoteldirektor (Oliver Masucci) bereitet das Personal auf die Ankunft der Gäste und den pompösen Jahreswechsel vor. Doch der versinkt zunehmend im Chaos, das durch die exzentrischen Launen der Gäste ausgelöst wird.
von Christian Klosz
Roman Polanski präsentiert mit diesem Spätwerk eine überdrehte, bunte, schwarzhumorige Satire über die „Reichen und (nicht mehr) Schönen“, die zum Jahreswechsel 2000 in einem Schweizer Nobelhotel spielt. Intendierte Geschmacklosigkeiten treffen auf politische Spitzen gegen die dekadente Unkultur (Putin-)Russlands und zynische Kapitalismuskritik. „The Palace“ ist beizeiten etwas belanglos und inhaltlich „leicht“, aber alles in allem kurzweilig und unterhaltsam.
Die Verrisse des Films sind absolut ungerechtfertigt und speisen sich vermutlich ausschließlich aus Aversion gegen den lange vergangenen Fehltritt des Regisseurs, den ihm sein damaliges Opfer übrigens längst verziehen hat (siehe unten).
Bewertung
(73/100)
Ab 16.5. als VOD bei diversen Anbietern (z.B. Amazon, Apple)
-> Roman Polanskis ehemaliger Opfer posiert mit ihm und schimpft über #metoo
Bild: (c) M. Abramowska / Weltkino Filmverleih
