Seit kurzem ist „The Fall Guy“ im Kino zu sehen. Bei dem Actionfilm handelt es sich um eine lose Neuadaption der Kultserie „Ein Colt für alle Fälle“, am Regiestuhl nahm David Leitch Platz.

von Christian Klosz

„The Fall Guy“ handelt von Colt Seavers, gespielt von Ryan Gosling, ein Stuntman. Man sprengt ihn in die Luft, schießt auf ihn, zerschmettert ihm die Knochen und wirft ihn aus großer Höhe aus dem Fenster – alles zur Unterhaltung des Publikums. Nach einem Unfall, der seine Karriere fast beendet hätte, muss Colt einen vermissten Filmstar aufspüren, eine Verschwörung aufklären – und die Liebe seines Lebens (Emily Blunt) zurückgewinnen.

Trotz positiver Kritiken entpuppt sich „The Fall Guy“ als Reinfall: Denn die träge Neuadaption ist nicht mehr als typisches, substanzloses Blockbuster-Kino anno 2024, das das Publikum weder fordert, noch unterhält. Im besten Fall kann man das Attribut „nett“ verwenden, um diesen Film zu beschreiben, der angesichts früherer, ebenfalls vom ehemaligen Stuntman David Leitch verantworteter Werke wie „Deadpool 2“ eine Enttäuschung ist.

„The Fall Guy“ setzt auf einen mehr als generischen Plot und eine banale Liebesgeschichte, und auch der Humor mag nicht so recht zünden. Dabei ist der Film nicht per se „schlecht“, sondern einfach völlig belanglos, Und auch Unterhaltungswert wie bei vergleichbaren Blockbustern wie zuletzt „Road House“ oder „Top Gun: Maverick“ sucht man vergeblich. Die Actionszenen sind zwar technisch einwandfrei umgesetzt, aber wirken seelenlos und ergehen sich in effekthascherischem Overkill.

Fazit

So ist „The Fall Guy“ am Ende nicht viel mehr als das, womit Marvel und Co. in den letzten Jahren das Mainstream-Kino bombardiert und zerstört haben: Virtueller Jahrmarktrummel am Bildschirm oder auf der Leinwand, in dem Fall halt ohne bemüht platzierte, politische Botschaft. Besser macht das das Endresultat trotzdem nicht.

Bewertung

Bewertung: 4 von 10.

(41/100)

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Bild: (c) UPI